Die Freude am Lesen vermitteln: Lesepaten an den Stolberger Schulen gesucht

Die Freude am Lesen vermitteln : Lesepaten an den Stolberger Schulen gesucht

Mit Kindern aus dem ersten, zweiten oder dritten Schuljahr lesen zu üben und ihnen für kurze Zeit ungeteilte, liebevolle Aufmerksamkeit schenken, ist die Aufgabe eines Lesepaten, zu dem die Interessengemeinschaft Büsbach in Kooperation mit der Katholischen Grundschule Büsbach ein Projekt aus dem Boden gestampft hat, das beiden Generationen guttut.

IG und Grundschule leisten damit Pionierarbeit in Stolberg und hoffen, dass sich andere Schulen diesem Beispiel anschließen und sich noch mehr Lesepaten melden.

Aufmerksam wurden Sigrid Adelsgruber und Maria Dahmen durch den Mentorring in Hamburg, der seit vielen Jahren auf diesem Gebiet bundesweit Lesepatenschaften anbietet. In Frankfurt gibt es beispielsweise an 62 Schulen 370 Paten. Mitte Mai 2019 brachten dann die beiden Damen dieses Projekt in der Büsbacher Schule auf den Weg.

Seit dieser Zeit profitieren 38 Kinder von den neun Lesepaten (acht Damen und ein Herr), die ehrenamtlich im Einsatz sind, und einmal pro Woche die Schule besuchen und jeweils zwanzig Minuten mit einem Schüler außerhalb des Klassenraumes lesen. Dabei entscheidet der Klassenlehrer über Inhalt, Art und Weise und den Umgang der Lernhilfen.

Natürlich dürfen die Kinder auch aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen. Als Bücher stehen bisher die jeweiligen Lehrwerke sowie einzelne Bücher aus der Bücherei zur Verfügung. Das Angebot möchte den Schülern Freude am Lesen vermitteln, damit sie zu besseren Leistungen im Unterricht finden. Denn Lust am Lesen bringt Lust am Lernen.

Größerer Wortschatz

Für die Kinder mit Migrationshintergrund fördert das Lesen zusätzlich den Wortschatz, denn der ehrenamtlich Tätige bringt Zeit, Begeisterung und Geduld mit. Für die IG Büsbach ist dieses neue Aufgabenfeld eine weitere Möglichkeit, ältere und jüngere Mitbürger aus Büsbach und Umgebung zusammenzubringen.

Denn den anderen mit einem freundlichen unverbindlichen Blick wahrzunehmen, reiche alleine nicht, um miteinander ins Gespräch zu kommen und soziale Nähe zu spüren, so Georg Blatzheim, für den die Vertrautheit und Nähe zu den Menschen vor Ort einen hohen Stellenwert haben.

Die neue Art der Begegnung wirke der Anonymisierung und mangelnden Kommunikation untereinander entgegen. Daher sei es selbstverständlich, dass die benötigten neuen Lernmittel für diese Leseaktion von der IG und der Grundschule gemeinsam übernommen würden, so Blatzheim.

Wer Lesepate werden möchte, melde sich bitte bin der Grundschule Bischofstraße bei Susanne Thieves unter der Rufnummer 26324.

(mlo)
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