Stolberg/Nürnberg: Leoni setzt auf umsatzstarkes zweites Halbjahr

Stolberg/Nürnberg: Leoni setzt auf umsatzstarkes zweites Halbjahr

Der Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni setzt zum Erreichen seiner Unternehmensziele auf das traditionell starke zweite Halbjahr.

Im ersten Quartal hatte das Nürnberger Unternehmen, das mit der Leoni Kerpen Gmbh auch eine Niederlassung in Stolberg unterhält, noch einen Umsatzrückgang um 36 Prozent auf 492 Millionen Euro und einen Verlust von knapp 50 Millionen Euro verkraften müssen.

Um im Gesamtjahr beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) eine schwarze Null zu erreichen, müsste Leoni nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2,4 bis 2,5 Milliarden Euro erzielen. „Dazu müssen wir im zweiten Halbjahr noch aufholen”, räumte der Vorstandsvorsitzende Klaus Probst ein.

Traditionell seien die umsatzstarken drei Monate ab September entscheidend. Sollte im August/September absehbar sein, dass der Umsatz deutlich unter 2,4 Milliarden Euro sinke und auch für 2010 keine Besserung in Sicht sei, könnte es zu weiteren Einschnitten kommen, sagte Probst. „Aus heutiger Sicht erwarte ich diese Notwendigkeit aber nicht.”

Leoni hat bereits ein striktes Sparprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen 11.000 der 53.000 Stellen weltweit abgebaut werden sollen. In Deutschland sind 430 Beschäftigte betroffen.

Leoni hatte angekündigt, spätestens 2010 wieder zu Wachstum und Profitabilität zurückkehren zu wollen. Im Vergleich zu den ersten beiden Monaten dieses Jahres, in denen der Umsatz um 40 Prozent zurückging, hatte sich der Abwärtstrend im März mit einem Minus von knapp 30 Prozent schon etwas verlangsamt.

Die vorläufigen Daten aus dem April und Mai dürften den Trend aus dem März bestätigen, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Der Umsatz im Mai dürfte zumindest nicht schlechter ausfallen als im März.” Im März hatte das Unternehmen, das weltweit als Entwickler und Hersteller von Kabeln und Verkabelungssysten tätig ist, einen Erlös von 185 Millionen Euro erzielt, nach knapp 260 Millionen Euro im Vorjahresmonat.