Stolberg: Leoni Kerpen: Flaute bei Rohstoffen und Aufwind bei Kommunikation

Stolberg : Leoni Kerpen: Flaute bei Rohstoffen und Aufwind bei Kommunikation

Während die Nürnberger Leoni AG konzernweit im ersten Quartal diesen Jahres aus eigener Kraft um 14 Prozent wächst, ist die Situation bei Leoni Kerpen noch differenziert. „Die Auftragslage am Standort Stolberg ist weiterhin unterschiedlich mit Blick auf die beiden Marktsegmente, die wir bedienen“, erklärte Pressesprecher Sven Schmidt auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Bereich „Industrial Projects“ mit dem Fokusmarkt Öl und Gas habe nach wie vor mit einem global schwachen Marktumfeld zu kämpfen. „Es sind aber signifikante Aufträge in Aussicht, die die Lage in der zweiten Jahreshälfte verbessern könnten“, so Schmidt. Leoni Kerpen ist Anbieter von Kabellösungen für Gewinnungsanlagen und Raffinerien von Rohstoffen — ein aufgrund von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen seit Jahren sehr schwieriges Marktumfeld. Im vergangenen Jahr musste Leoni hier sogar zeitweise Kurzarbeit fahren, und hatte deswegen sein Familienfest zum 100-jährigen Bestehen abgesagt.

„Dagegen profitiert in Stolberg der Bereich Datacom vom starken Marktumfeld und weist folglich eine sehr gute Auftragslage auf“, berichtet Schmidt über die andere Seite der Medaille am Nachtigällchen. Dort läuft die Fertigung seit zwei Jahren im vollkontinuierlichen Betrieb. Sven Schmidt: „Weiterhin wurden und werden Investitionen zum Ausbau der Kapazität getätigt“. In Stolberg beschäftigt Leoni rund 500 Mitarbeiter.

Im Konzern sorgte vor allem die hohe Nachfrage in der Fahrzeugindustrie für einen um neun Prozent auf 1,33 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 63 Millionen Euro.

(-jül-)