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Leistungssport in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums

Ju-Jutsu : NRW-Landesmeisterschaften erstmalig in Stolberg

Hochkarätiger Leistungssport erwartet die Besucher bei den Landesmeisterschaften im Ju-Jutsu am Samstag, 23. März, in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums.

Die Ju-Jutsu-Abteilung der DJK Roland ist erstmalig Gastgeber für eines der größten Ju-Jutsu-Turniere in NRW. Etwa 120 Sportler aus 15 Vereinen werden erwartet, um in den Disziplinen Fighting, Duo (eine Art Showkampf) und Ne-Waza (Bodenkampf) die jeweiligen NRW-Meister in den Alters- und Gewichtsklassen zu ermitteln.

Für viele amtierende deutsche Meister und Medaillen Gewinner bei Welt- oder Europameisterschaften beginnt mit diesem Wettkampf der Weg zur Titelverteidigung. Nur die besten vier aus jeder Disziplin qualifizieren sich für die Westdeutschen Meisterschaften, die wiederum Qualifikation für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften sind.

Die DJK Roland schickt zwei Duo-Paare und zehn Fighter auf die drei Wettkampfmatten. Für viele ist es der erste große Wettkampf und die Trainer Klaus Frauenrath und Luca Lück sind gespannt, wie ihre Schützlinge abschneiden werden.

Charlotte Kummer (amtierende NRW-Meisterin Fighting) und Lara Becker und Marjan Eishanzada (zweifache deutsche Meisterinnen und Dritte der Weltmeisterschaften) müssen sich dieses Jahr in einer höheren Altersklasse beweisen und versuchen, ihre Erfolge aus dem Vorjahr zu wiederholen. Die Begrüßung der Sportler findet um 9 Uhr statt, die Wettkämpfe starten gegen 9.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Disziplinen

Fighting: Das Wettkampfziel ist eine möglichst realistische Verteidigungssituation zu symbolisieren. Beim Ju-Jutsu-Fighting wird in drei Parts gekämpft.

Part 1: Hier versuchen die Kämpfer durch schnelle und klar erkennbare Treffer mit Fuß und/oder Faust, sowie Kombinationen aus Schlägen, Stößen und Tritten (Atemitechniken) zum Körper oberhalb des Gürtels des Gegners zu punkten. Um Verletzungen zu vermeiden, sind in der Jugend sämtliche Techniken mit Kontakt zum Kopf verboten. Leichter Kontakt zum Körper ist erlaubt.

Part 2: Nach circa 20 bis 30 Sekunden sollten beide Kämpfer in den Griffkontakt übergegangen sein, andernfalls gibt es eine Strafe. Ab diesem Zeitpunkt des Griffkontaktes befinden sich die Kämpfer im Part 2. Hier wird versucht, den Gegner ausschließlich durch einen technisch sauberen Wurf zu Boden zu bringen oder durch einen Hebel oder Würger zum Abklopfen zu zwingen. Es ist jederzeit möglich durch Lösen des Griffkontaktes aus Part 2 wieder zu Part 1 zu wechseln und somit wieder in Part 1 zu kämpfen.

Part 3: Hier ist das Ziel, seinen Gegner 15 Sekunden mit Hilfe einer Festlegetechnik zu halten oder ihn durch eine Würge- oder Hebeltechnik vorzeitig zum Abklopfen zu bringen.

Duo: In einem Duo-Wettkampf treten je zwei Partner gemeinsam an und führen nach vorgegebenen Angriffen einen Schaukampf vor. Bewertet werden hierbei unter anderem die Sauberkeit und Präzision, mit der die gezeigten Techniken angewendet werden, sowie der dynamische Gesamteindruck. Für einen Betrachter ist es oft nicht erkennbar, dass es sich um einen einstudierten Schaukampf handelt, da geübte Duo-Kämpfer einer wirklichen Auseinandersetzung entsprechende Dynamik an den Tag legen.

Ne Waza: Bodenkampf: Die Sportler haben zwei Möglichkeiten den Kampf zu gewinnen. Sie erhalten für bestimmte Positionen oder Aktionen, die für sie vorteilhaft sind oder den Kampfverlauf zu ihren Gunsten ändern, Punkte. Beispielhaft wäre dies von der eigenen Rückenlage in die Oberlage auf den Gegner zu gelangen. Unabhängig vom Punktestand besteht jederzeit die Möglichkeit, den Gegner mit einer “Submission” (Unterwerfung) zur Aufgabe zu zwingen, die dieser durch Klopfen mit der Hand auf die Matte, seinen Körper oder den des Gegners symbolisiert. Dies kann durch zahlreiche Würge- und Hebeltechniken herbeigeführt werden.