Stolberg: Lehrpfad soll Relikte des Bergbaus zeigen

Stolberg : Lehrpfad soll Relikte des Bergbaus zeigen

Vor drei Jahrzehnten erinnerte noch an der Werther Straße ein illuminiertes Modell eines Förderschachtes an die große Industrielle Historie Diepenlinchens. Heute gilt der der Froschschacht als das einzige sichtbare Relikt der ehemaligen Erzgrube.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Versuche und Vorstöße, die Bergbautradition der Kupferstadt stärker ins Licht zu stellen sowie zumindest die letzten Zeugnisse zu erhalten und zu präsentieren.

Heute entscheidet der Hauptausschuss über den Fortgang eines Antrages der FDP, einen industriehistorischen Lehr- und Wanderpfades zum Erzbergbau um Mausbach und Werth einzurichten. Eine rund 4,5 Kilometer lange Rundstrecke sei nicht nur touristisch interessant, sondern käme auch passend zur 900-Jahrfeier-Stolbergs.

Dabei verweist Fraktionsvorsitzender Bernd Engelhardt auf einen von Jens Mieckley aus Werth erarbeitete Routen und Informationen. Er legt eine relativ einfach realisierbare Routenführung zu den noch sichtbaren Resten des Erzbergbaus der Gruben „Diepenlienchen“ und „Albertsgrube“, die vor einem Jahrhundert (1919 bzw. 1917) geschlossen worden waren, und einen Anschluss an den „Hüttenweg“ als zweite Etappe der Fernwanderroute des Eifelvereins vorsieht.

Neben dem Froschschacht sind weitere Überreste des Bergbaus in der Landschaft erhalten, die aber nicht gepflegt würden. Wissen um diese Relikte drohe zunehmend verloren zu gehen. Das soll bewahrt, für Naturschutz sensibilisiert und der Vermüllung an Wegrändern entgegen getreten werden. Vorbild für die kostengünstige Umsetzung sollte Schlangenberg und er Waldlehrpfad im Hasselbachtal sein.

Bis zu 15 Bergbau-Relikte und Bodendenkmäler sowie Galmei­flora liegen entlang der Route. Die Wege sind in der Regel bereits angelegt. Zusätzlich kann ein östlicher Abschnitt als fußläufige Verbindung zwischen Werth und Mausbach nutzbar gemacht werden. Teilweise ist Eschweiler oder Privatbesitz betroffen.

(-jül-)
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