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Stolberg: Lehrlinge lassen die Sterne leuchten

Stolberg : Lehrlinge lassen die Sterne leuchten

Man nennt es wohl Vorführeffekt. Als die Auszubildenden von Dalli und Prym den ersten Weihnachtsstern unter Strom setzen, da kokelt es.

Eine Glühbirne der Weihnachtsbeleuchtung, die bald für Stimmung in der Innenstadt sorgen soll, gibt ihren Geist auf. Durchgebrannt.

Sicher ist sicher

Doch zum Glück sind die jungen Leute, die in Zukunft als Elektroniker für Betriebstechnik und als Industriemechaniker arbeiten wollen, vom Fach. Auch der Laie erkennt: Eine Glühbirne muss ja irgendwann mal das Zeitliche segnen. Der Fachmann holt das Spannungsmessgerät. Frank Eisen hält die Kontakte an Fassung und Leitung. Alles sicher, hier fließt kein Strom, wo er nicht soll: „Die Widerstand der Leitung ist in Ordnung. Man sollte halt immer auch an die Gefahren denken.”

Seit Mitte der Woche prüfen und reparieren die Lehrlinge die Weihnachtsbeleuchtung. Und bewahren die Geschäftsleute und Stadtverantwortlichen vor einer dunklen Vorweihnachtszeit. Denn die Kabel, Kupplungen und über tausend Glühbirnen sind in die Jahre gekommen. 32, genau genommen. Was spätestens zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts am 19. November in vier Metern Höhe über den Einkaufsstraßen leuchten soll, liegt jetzt noch auf dem Boden der Werkhalle. Die ist zum Glück groß genug, um das drei Kilometer lange Kabel in mehreren Bahnen auszulegen.

Die Zeit drängt

Zentimeter für Zentimeter sucht Ingo Maschke den Gummimantel auf Beschädigungen ab: „Das ist ganz schön viel Arbeit, aber es muss sein. Wenn wir nicht gründlich vorgehen, fällt die Beleuchtung wieder aus.” Das will natürlich keiner. Denn am Ende möchte man wie Florian Makowka „mit den Eltern durch Stolberg gehen, nach oben zeigen und sagen: Das habe ich gemacht!”.

Die Zeit drängt. Schon nächste Woche werde die Beleuchtung komplett saniert sein, sind Jörg Derichs, Ausbilder von Dalli, und sein Kollege von Prym, Bernd Böhmer, überzeugt. Der Bitte des Bürgermeisters und der Geschäftsleute, die Beleuchtung wieder flott zu machen, komme man gerne nach, sagt Jörg Derichs, „auch wenn neben dem Arbeitseinsatz auch Kosten für die Ersatzteile entstehen”.

Öffentliche Wirkung

Ein ganzer Haufen leerer Glühbirnen-Kartons in der Werkhalle unterstreicht seine Aussage. Aber auch die Azubis profitierten von der Aktion: „Sonst bleiben die Ergebnisse ihrer Arbeit in den Werkhallen, jetzt können sie sie beim Einkaufsbummel sehen.”