Feuerwehr Stolberg: Kupferstädter Wehr meistert erneut ein Rekordjahr

Feuerwehr Stolberg : Kupferstädter Wehr meistert erneut ein Rekordjahr

541 Menschen, 7278 Hilfsleistungsersuchen, 11.385 Einsatzstunden – einmal mehr verkündete Feuerwehrleiter Andreas Dovern Rekordzahlen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung galt es, den vielen Ehren- und Hauptamtlern ein Dankeschön auszusprechen, und es wurde schnell klar, wie viel Arbeit zum Wohle der Kupferstädter Bürger dort geleistet wird.

Nicht umsonst wurde die Feuerwehr Stolberg Träger des Ehrenamtpreises 2019. „Hinter uns liegt ein fast schon traditionell turbulentes Jahr“, betonte Dovern, der mehrere Ehrengäste aus der Politik, weiteren Wehren und dem THW begrüßen konnte.

Mit rund 22 Einsätzen pro Tag ist die Feuerwehr stets unterwegs, um zu helfen und zu retten, und so war man zu Recht stolz auf die erbrachten Leistungen. Auch organisatorisch konnte die Feuerwehr wieder einige Fortschritte machen – zum Beispiel, zwei neue Rettungswagen in den Dienst zu stellen, die den Einstieg in die E-Mobilität für die Stolberger Wehr darstellen.

Aktuell wird zudem am neuen Brandschutzbedarfsplan gearbeitet, mit dem die Stadt Stolberg noch sicherer werden soll. Das würdigte auch Karina Wahlen, die stellvertretende Bürgermeisterin. Ein Lob für die Feuerwehr gab es auch vom scheidenden ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger, der seine erste und letzte Rede auf der Jahreshauptversammlung stellvertretend für Bürgermeister Tim Grüttemeier hielt.

Wie wichtig die Feuerwehr für die Stadt ist, machte der Bericht von Geschäftsführerin Regina Erschfeld deutlich. Sie erinnerte an die zahlreichen Sturmeinsätze im Januar, an die fünf Großbrände im vergangenen Jahr und natürlich besonders an den tödlichen Verkehrsunfall am 22. Dezember zwischen Verlautenheide und Atsch, der auch außerhalb der Städteregion für Schlagzeilen sorgte.

Bei 478 Alarmierungen und zahlreichen Übungsstunden zeigten sich die Einsatzkräfte der Stolberger Feuerwehr stets im vollen Einsatz für die Kupferstadt. Und auch die Jugendfeuerwehr mit ihren 91 Mitgliedern bewies, dass es keine Nachwuchssorgen gibt.

Neben den Beförderungen und Ehrungen für Dienstjahre galt es auch noch einige besondere Ehrungen vorzunehmen. Diese werden bei der Kreisfeuerwehr gesondert beantragt und den verdientesten Mitgliedern der Wehr in Form einer Ehrennadel verliehen. So wurde das Ehepaar Torsten Pilz-Breuer und Rebecca Breuer für ihre Führung der Löschgruppe Gressenich geehrt, „die mit viel Leidenschaft und Kameradschaft arbeiten“, wie Dovern betonte. Auch Oliver Grooz der Löschgruppe Breinig wurde als stellvertretender Zugführer und für seine Förderung der Zusammenarbeit mit der Städteregion mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Bernhard Frings, der seit 1973 der Stolberger Feuerwehr angehört, bekam für sein „exzellentes Fachwissen“ die goldene Ehrennadel verliehen. Er war nicht nur jahrelang für die Löschgruppe Venwegen im Einsatz, sondern er war auch maßgeblich am Aufbau des Gefahrengut-Löschzugs beteiligt.

In Abwesenheit geehrt wurde Bernd Claßen, der mittlerweile der Ehrenabteilung angehört. Der ehemalige stellvertretende Leiter der Feuerwehr Stolberg durchlief nach seinem Eintritt 1964 zahlreiche Leitungspositionen in Stolberg und seine „Anerkennung und Würdigung großer Verdienste“, war Dovern eine besondere Ehre.

Mit voller Energie soll nun das Jahr 2019 gemeistert werden und so wünschte sich Dovern: „Tragt heraus, dass ihr stolz seid, Teil dieser Feuerwehr zu sein!“