Kupferstadt befindet über Neugestaltung der Bischofstraße

Wünsche der Büsbacher berücksichtigt : Sitzbänke sollen an die Bischofstraße kommen

In diesem Herbst soll mit dem Neubau der Büsbacher Bischofstraße begonnen werden. Heute soll der Ausschuss für Stadtentwicklung die nach der Bürgerversammlung angepassten Entwürfe beschließen. Donnerstag soll der Bau- und Vergabeausschuss die Ausführungsplanung und Ausschreibung anlassen.

Als die wohl wichtigste Änderung gegenüber der ursprünglichen Planung greift die Verwaltung Anregungen auf, die bei ihrer ersten Vorstellung im Juli bereit im Ausschuss von Siegfried Pietz sowie im September auf der Infoveranstaltung kamen. Für die Freifläche neben dem Ehrenmal wird die Planung auf den Kopf gestellt. Denn den angedachten Balkon mit Sitzgelegenheit, die von der Straße „Am Denkmal“ erreichbar sein soll, würden Senioren kaum erreichen können. Nun will man dem Alternativ-Vorschlag folgen und die erhöht verlaufende Straße abstützen, um den Sitzbereich unten an der Bischofstraße anlegen zu können.

Die Bank kann dann zusätzlich von einem neuen Unterstand von Buskunden genutzt werden, da die Haltestelle der Buslinie 62 in Richtung Ehrenmal verlegt werden soll, um sie auf einer Länge von 20 Meter barrierefrei ausbauen zu können. Am heutigen Standort würde der Baumbestand dem im Wege stehen.

Während die Verwaltung mit dieser Lösung einem Wunsch der Aseag entspricht, bietet sie ihr in einem anderen Punkt die Stirn. Um dem öffentlichen Personennahverkehr Vorrang zu gewähren, bevorzugt die Aseag bei Querungshilfen die Variante, die ihren Bussen möglichst viel freie Fahrt gewährt. So plädiert sie für die geplanten Anlagen in Höhe des Marienheims sowie des Schulhofes für das Modell, das lediglich einen Fußgängerüberweg ohne Einengung der Fahrbahn vorsieht.

Das scheint der Verwaltung aber zu wenig zu sein. Sie empfiehlt dem Ausschuss, die von der Aseag abgelehnte Variante eines Zebrastreifens mit vorgezogenen Seitenräumen zur Erhöhung der Querungssicherheit zu wählen. In den Einengungen sieht die Verwaltung ein erfolgversprechendes Mittel , die vorgesehene Geschwindigkeit 30 km/h einzuhalten. „Der Schutzbedarf der Schulkinder und der Bewohner des Seniorenheims wird im Abwägungsprozess höher bewertet als der nicht geschwindigkeitsgedämpfte Verkehrsfluss des Busverkehrs“, erklärt Tobias Röhm. Eine Querungshilfe mit Aufplasterun hält der Technische Beigeordnete ebenso wie die Aseag für überzogen.

Ein zusätzlicher Baum soll auf Wunsch von Anliegern zwischen den Häusern Nr. 5 und 9 gepflanzt werden, der dann vier Fahrzeugen Platz bietet. Der neue Baum würden mit den bestehenden Bäumen auf der anderen Straßenseite eine gewünschte Alleenwirkung verstärken.

Zwischen Dell und Lehmkaulweg sollen sechs der 19 Bäume gefällt werden, um die Parkplätze ordnen zu können. Im Gegenzug werden neun Bäume neu gepflanzt . Die Kosten der Sanierung werden mit 1,7 Millionen Euro kalkuliert, zu denen die Anwohner herangezogen werden.

Mehr von Aachener Zeitung