Stolberg: Kupferpavillon soll in einem Jahr Kaiserplatz beleben

Stolberg: Kupferpavillon soll in einem Jahr Kaiserplatz beleben

Nach dem Blick auf die Präsentation von Philipp Hansen sind sich die Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung in ihrer Bewertung einig. Ein „städtebaulich sehr guter Entwurf“ (Rolf Engels), „er ist lichtdurchflutet und bietet einen freien Blick auf die Fassaden“ (Siegfried Pietz) und „ein schöner Entwurf“ (Kahled El Deib) loben die Vertreter von SPD, CDU und FDP den „Kupferpavillon“.

Der Pavillon, den das Aachener Architekturbüro Werrens & Hansen für die Gastronomie auf dem Kaiserplatz im Auftrag des privaten Investors entworfen hat, wurde hoch gelobt.

Nach den ersten groben Skizzen hat Philipp Hansen nun die Pläne für den Kupferpavillon auf dem Kaiserplatz vorgestellt. Die Entwürfe gefielen allen Fraktionen im Ausschuss; die Linke lehnten sie dennoch ab. Entwürfe: Architekturbüro Werrens & Hansen

Ein renommierter Gastronom aus der Kaiserstadt investiert mehr als eine Million Euro in das Restaurant, das als einer der Ankerpunkte zur Belebung der Innenstadt dienen soll.

Während die Grünen schweigen findet die Linke „den Entwurf gelungen“, verweigert aber ihre Zustimmung, „weil er nicht dem Bürgerwillen entspricht“. Damit löst Gabi Halili Empörung bei der Koalition aus. „Wie kommen Sie nur auf diese Annahme?“, kontert Peter Jussen (SPD). Nur einige wenige Bürger hätten bei der Planungswerkstatt gegen diese Gastronomie argumentiert. Ebenso verwies Günter Blaszczyk (CDU) auf die dort geführte Diskussion, bestehende Lokale müssten geschützt werden: „Aber Konkurrenz belebt aber das Geschäft“. Entsprechend fällt die Zustimmung der übrigen Fraktionen deutlich positiv aus. „Der Kupferpavillon ist eine echte Aufwertung des Platzes“, formuliert Engels.

„Mit dem Kupferpavillon sollen sich die Bürger identifizieren“, erläuterte Hansen seinen Entwurf, der durch Transparenz zum Kaiserplatz und der Umgebung besticht durch seine großen Glasfassaden im markanten grauen Sichtbeton-Rahmen.

Der Clou sind aber vor allem die Kupferelemente in Wänden und Dach, die im Inneren wie am Äußeren sichtbar sind. Mit ihnen greift der Architekt den Namen und die Tradition der Kupferstadt auf. Benutzt werden soll jedoch kein echtes Kupfer, sondern farblich beschichtete Aluminium-Verbundplatten. Sie verleihen dem Gebäude im nordöstlichen Platzquadrat Schwung und Eleganz in Kombination mit dem abfallenden Flachdach. Seine Höhe reduziert sich von etwa vier Meter an der Platz auf 3,20 Meter an der Straßenseite; die überdachten Vor- und Seitenbauten sind offen.

Im Inneren befindet sich ein 160 Quadratmeter großer Gastraum und eine 40 Quadratmeter große Küche. Neben einer Treppe sorgt ein Aufzug für eine barrierefreie Erreichbarkeit der Toiletten inklusive Behinderten-WC im Kellergeschoss. Mit 105 Quadratmeter ist die Größe der freien Außenterrasse bis zur mittleren Achse des Platzes angegeben. Bis zur Eröffnung wird wohl noch ein Jahr vergehen.

Mehr von Aachener Zeitung