„K.U.L.T.“ bringt echten Klassiker auf die Bühne

Seit einem Jahr geprobt: „K.U.L.T.“ bringt einen echten Klassiker auf die Bühne

„Macbeth“ wird das zehnte Stück der Theatergruppe aus Mariadorf. Für alle Vorstellungen sind noch Karten erhältlich.

„Krabat“, „Plötzlich Premiere“ und im vergangenen Jahr „Die große KULTour“: Wer die Theaterproduktionen der Mariadorfer Theatergruppe „K.U.L.T. – Kommt und lebt Theater“ verfolgt, weiß, dass dies nur eine kleine Auswahl an Stücken ist, die die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Marienschule Alsdorf bis heute auf die Bühne gebracht haben.

„K.U.L.T.“ wurde im Jahr 2005 gegründet und feiert seitdem große Erfolge mit einem abwechslungsreichen Programm aus Dramen, Komödien und Krimis. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Premiere des bereits zehnten Stücks auf Hochtouren. Am Freitag, 9. November, heißt es um 20 Uhr: Vorhang auf für „Macbeth“!

„Ich schlage dieses Stück schon seit Jahren vor“, erzählte Sigrid Rombach, Regisseurin und Leiterin der Theatergruppe. „Doch es hängt immer von der Zeit unserer Schauspieler ab, welche Rollen sie mit ihrem Studium und Beruf überhaupt vereinbaren können. Jetzt hat endlich alles gepasst und wir konnten diesen Klassiker angehen. Wir haben uns für die Neubearbeitung des Stücks von Stefan Otto entschieden, da diese eine kleine Änderung in der Personenzahl vorsieht, die für uns besser hinkommt.“

Seit einem Jahr probt und inszeniert die 22-köpfige Truppe das Stück. In der Freizeit wird an Kostümen und Bühnenbild genäht, gebastelt und gebaut. „Wir machen so viel wie möglich selbst. Außerdem haben wir mittlerweile einen großen Fundus an Kostümen, die wir stets neu kombinieren und wiederverwenden können“, sagte Rombach.

Das berühmte Drama „Macbeth“ von William Shakespeare passe thematisch aktuell sehr gut, da auch heute die politische Situation in vielen Ländern immer wieder die Problematik um Macht und Machtmissbrauch in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt, so die Regisseurin. Zum Stück: Macbeth, Thane von Glamis und schottischer Edelmann, gewinnt eine entscheidende Schlacht für den schottischen König Duncan. Auf dem Rückweg zu seinem Schloss trifft er in Begleitung seines Freundes Banquo auf drei Hexen, die ihm weitere Adelstitel und die Königswürde prophezeien. Kurz darauf erhält Macbeth vom König den Titel Thane von Cawdor und sieht damit einen Teil der Prophezeiung erfüllt.

Lady Macbeth ist Feuer und Flamme für die vorausgesagte Zukunft. Gemeinsam ermorden sie König Duncan, als dieser auf ihrem Schloss zu Gast ist. Doch selbst nachdem Macbeth zum schottischen König gekrönt wurde, findet er keine Ruhe. Die Gier nach Macht und die Angst vor dem Verlust treiben ihn zu weiteren Morden.

Gespielt wird das Stück neben der Premierenvorstellung am Freitag, 9. November, um 20 Uhr in der Marienschule Realschule, Alsdorf auch im Kulturzentrum Frankental, Frankentalstraße 3 in Stolberg. Am Samstag, 1. Dezember, um 20 Uhr und am Sonntag, 2. Dezember, um 18 Uhr finden dort die beiden letzten Vorstellungen von „Macbeth“ statt. Karten unter www.kommt-und-lebt-theater.de.

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