1. Lokales
  2. Stolberg

Stolberg: Kritik an Fragebogen zur Gesamtschule

Stolberg : Kritik an Fragebogen zur Gesamtschule

Der Fragebogen zum Thema Gesamtschule, mit dem die Stolberger Eltern im kommenden März konfrontiert werden sollen, liegt vor. Allerdings mehren sich im Vorfeld der Schulausschusssitzung am Mittwoch die Hinweise, dass das Schriftstück in seiner derzeitigen Fassung das Rathaus nicht verlassen wird. Denn es gibt offensichtlich großen Diskussionsbedarf.

„Der Fragebogen ist mit uns nicht abgesprochen, sondern lediglich besprochen worden”, moniert beispielsweise Achim Graetz. Der Sprecher der Stolberger Elterninitiative bemängelt nicht nur den Umfang von lediglich fünf Fragen,sondern auch die inhaltliche Gestaltung. „Mit diesem Fragebogen wird Politik gemacht. Und genau das wollen wir nicht”, stellt Achim Graetz klar. „Es geht nicht um eine politische Entscheidung für die Gesamtschule oder gegen das dreigliedrige Schulsystem. Genau dieser Eindruck entsteht aber bei der Elternbefragung.”

Den konkreten Bezug zu Stolberg vermisst Ferdinand Küpper-Jacobs. „Es geht bei den Fragen um die Schulstruktur und weniger um das Angebot vor Ort”, stellt der Rektor der Realschule I und Leiter der Schulleiterkonferenz fest. Die versammelten Schulleiter sind im Übrigen im Vorfeld nicht in die Auswahl der Fragen einbezogen worden, was Küpper-Jacobs ausdrücklich bedauert. „Ich hätte mir zum Beispiel gewünscht, dass die Eltern gefragt werden nach dem Profil, das sie sich für die Schule ihres Kindes wünschen.”

„Je mehr man in den Fragebogen reinpackt, desto größer ist die Gefahr, dass der Rücklauf gering ausfällt”, gibt derweil Ferdi Gatzweiler zu bedenken. Die Stadt wünsche sich aber eine hohe Beteiligung der angeschriebenen Eltern.

Gleichwohl betonte der Bürgermeister, dass die Verwaltung für Kritik und Anregungen offen und der Entwurf ja noch nicht beschlossen sei. Das wird Aufgabe des Schulausschusses sein - wahrscheinlich nach ausgiebiger Diskussion.