Stolberg: Kreuzung Werth: „Vier Wege“ soll zu einer Tempo-Bremse werden

Stolberg: Kreuzung Werth: „Vier Wege“ soll zu einer Tempo-Bremse werden

„Der Landesbetrieb Straßenbau sperrt sich weiterhin gegen eine Reduzierung auf Tempo 50“, formulierte Bernd Kistermann jetzt im Bauausschuss. „Jetzt haben wir wenigstens die Hoffnung, dass die Autofahrer nach einer Umgestaltung sich hier wenigstens an die vorgeschriebenen 70 km/h halten“, sagte der Leiter des Amtes für Immobilienmanagement und technischer Infrastruktur.

Der gefährliche Zustand auf der Kreuzung Vier Wege soll sich jedenfalls deutlich verbessern. Seit Jahrzehnten mühen sich Bürger und Politiker jeglicher Couleur um eine Verbesserung der Kreuzung der Römerstraße (L 11) mit der Schiller- und Scherpenseeler Straße. Ereignet sich dort ein Unfall, ist er zumeist ein schwerwiegender. Aber die Kreuzung gilt nicht als Unfallhäufungspunkt.

Die Königslösung, ein Kreisverkehr, erscheint angesichts der Kosten und vielen vorrangigen Projekten auf der Prioritätenliste des Regionalrates ein Traum für die Ewigkeit. Eine Temporeduzierung verweigert der Landesbetrieb unter Verweis auf seine Vorschriften: Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt auf Landstraßen mindestens 70 km/h.

Nach mehreren Ortsterminen und Vorstößen kann nun ein einstimmig getragener Antrag der SPD aus dem Februar 2014 zur Umgestaltung des Kreuzungsbereiches umgesetzt werden. Einstimmig sanktionierte der Bauausschuss eine entsprechende Vereinbarung mit dem Landesbetrieb. So werden die beiden Buchten in Kaps inklusive Wartehäuschen und taktilen Elementen umgewandelt, damit der Bus auf der Fahrbahn halten muss. Zudem wird eine ebenfalls barrierefreie Querungshilfe eingebaut, so dass bei haltenden Bussen zwar Autos, aber Lastwagen nicht mehr passieren können.

Gehwege müssen neu gepflastert, Fahrspuren der Landstraße werden leicht verschwenkt werden. Zudem wird die komplette Kreuzung komplett ausgeleuchtet. „Aus der angedachten kleinen Lösung ist schon eine große Baustelle geworden“, sagt Kistermann. Rund 250.000 Euro kostet die Maßnahme inklusive Grunderwerb; etwa 45.000 Euro davon trägt die Stadt. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

(-jül-)
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