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Stolberg: Konzessionsverträge setzen Zeichen für Stadt und EWV

Stolberg : Konzessionsverträge setzen Zeichen für Stadt und EWV

Für die Bürger werden die Unterschriften unter den dicken Vertragswerken keine sichtbaren Auswirkungen haben, aber sie garantieren ihnen für weitere 20 Jahre Versorgungssicherheit.

Stadt und EWV, die Energie- und Wasserversorgungs GmbH, unterzeichneten am Freitag die ab 31.Dezember 2004 geltenden neuen Konzessionsverträge sowie die Übernahme der Stolberger Straßenbeleuchtung durch das Unternehmen.

Der Stadtrat hatte am Dienstag die Verträge beschlossen, mit einer Gegenstimme bei den Konzessionsverträgen, mehrheitlich bei der Straßenbeleuchtung.

„Wir sind zufrieden mit der Zusammenarbeit mit der EWV”, sagte Bürgermeister Hans-Josef Siebertz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens ist, an dem die Stadt 13,19 Prozent und mit der Neuordnung auf dem Versorgungssektor im Kreis Aachen zum 1.Januar 14 Prozent Anteile hält. Zwei Angebote habe die Verwaltung geprüft, das der EWV sei das Günstigste gewesen. Sie hatte auch beim Verkauf Straßenbeleuchtung unter drei Anbietern die Nase vorn.

„Wir betreten Neuland”

Zum Wert von 4,317 Millionen Euro wechseln die Laternen bereits zum 1.Januar 2004 den Besitzer. Ein Geschäft, das „für beide Seiten ein Gewinn ist”, unterstrich EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder. Langfristig könne auch das Unternehmen durch Abschreibungsmöglichkeiten und Synergieeffekte an der Straßenbeleuchtung verdienen. „Wir betreten Neuland mit der Geschäftsübernahme in dieser Größenordnung”, sieht Schröder in dem Verkaufsbeschluss Stolbergs ein positives „Zeichen für andere Städte in der Region” und ein klares Bekenntnis der Stadt.

Der wurde eine Berechnung der Konzessionsabgabe nach den Höchstsätzen garantiert, sie kann mit jährlich 2,5 Millionen Euro allein aus den Rechten zur Leitungsverlegung rechnen.

Als ein Signal an die 450 Mitarbeiter der neuen EWV mit Schwerpunktsitz in Stolberg und Eschweiler, verstand auch Bürgermeister Hans-Josef Siebertz die Verträge, die vorbehaltlich der Ratifizierung durch den Aufsichtsrat unterschrieben wurden. „Aber dessen Zustimmung ist nur eine Formsache”, sagte Siebertz.

Neu gebildet wird ein Beirat, der die energiewirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen EWV und Stadt intensivieren, operative Projekte besprechen und Zukunftsstrategien entwickeln soll.