Stolberg-Büsbach: Konzert des Männergesangvereins sorgt für Gänsehaut bei den Zuhörern

Stolberg-Büsbach: Konzert des Männergesangvereins sorgt für Gänsehaut bei den Zuhörern

Für Musikfreunde ist es wahrhaftig eine Sternstunde gewesen. Oder besser gesagt zwei, weil das Weihnachtskonzert „Ne Stään stund üvver Bethlehem“ des Büsbacher Männergesangvereins das Publikum rund zwei Stunden lang auf hohem Niveau begeisterte.

Denn der klangvolle „Gabentisch“ war reich gedeckt: Der Saal von „Angie‘s Bistro“ war festlich geschmückt, der Duft von frischen Waffeln lag in der Luft, und etwa 200 Gäste waren der Einladung des von Josef Otten geleiteten Chores gefolgt. Versiert von Theo Palm am Klavier begleitet, hatte der Büsbacher MGV zudem mit den Korneliusbläsern ein hochklassiges Instrumentalensemble für das Konzert gewinnen können.

Wechselweise und auch gemeinsam brachten der Chor und die sieben Blechbläser Werke zu Gehör, mit denen sie eindrucksvoll die Schönheit wie die Vielfalt weihnachtlicher Musik aufzeigten. Die Büsbacher Herren gestalteten bereits den Auftakt äußerst atmosphärisch, indem sie glänzend die Werke „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Ave Maria zart“ intonierten.

Großartiges Erlebnis

Dann ergänzten die Korneliusbläser den Chorgesang bei „Schlaf mein Kindlein“, und die Blechbläser hielten der musikalischen Qualität des Büsbacher MGV stand. Insbesondere das gemeinsame Wirken der Ensembles sollte in der Folge für ein großartiges Konzerterlebnis bürgen.

Lieder wie „Es ist ein Ros entsprungen“, oder „Engel haben Himmelslieder“ und „Ne Stään stund üvver Bethlehem“ bot der MGV virtuos und gefühlvoll dar und versetzte das verzückte Publikum in tiefe adventliche Stimmung.

Zudem warteten die Herren nach der Pause mit einem speziellen Clou auf: Das Werk „Adeste fideles“ inszenierte der MGV quasi als einen „Flashmob“. Peter Effenberg machte bei dieser Inszenierung als Nikolaus verkleidet den Anfang, worauf sich die Bühne sukzessive mit immer mehr Sängern füllte. Im Verlaufe des Konzerts überzeugten auch Karl-Heinz Philippi, Josef Palm, Norbert Effenberg und Wolfgang Rommel aus den Reihen des Chores mit Solo-Beiträgen.

Ob Anton Bruckners Fuge in D-moll, Lieder wie „Hark! The Herald Angels sing“ und „God rest ye merry, gentlemen“ oder Auszüge aus „Navidad nuestra“ von Ariel Ramirez — mit dem Repertoire voller eleganter Strahlkraft trafen Chor und Bläser bestens den Geschmack der Zuhörer.

Mit Zugaben

Was auch für „Hodie nobis cælorum rex“ galt, das aus Feder des Chorleiters Otten stammt, und für die „Lieder vom Heiland“, die der Büsbacher MGV mit den Korneliusbläsern brillant präsentierte, was eigentlich als Finale des äußerst ansprechenden Konzerts gedacht war. „Eigentlich“ deshalb, weil das Publikum die hervorragend aufgelegten Musiker nicht ohne Zugaben von der Bühne lassen wollte.

Die Sänger und Instrumentalisten ließen sich nicht lange bitten, und der Chorleiter auch nicht, denn nun war es an Josef Otten, bei Adolphe Adams „Cantique de Noel“ solistisch zu brillieren. Ein weiterer hoch emotionaler Moment bei dem Konzert; Gänsehaut und die ein oder andere Träne der Rührung waren garantiert.

Und bei diesem französischen Weihnachtslied beließen die Musiker es nicht, sondern gaben auf Wunsch der Zuhörer noch eine zweite Zugabe, wobei die Gäste im Saal von „Angie‘s Bistro“ bereitwillig mit einstimmten, so dass der „größte Chor Stolbergs“ zum krönenden Abschluss noch die „Stille Nacht“ besang.