Komplettlösung für Stadion Glashütter Weiher

Koalition entscheidet : Jetzt wird die Tribüne komplett überdacht

Vor den Sommerferien hatten die Fraktionen im Bauausschuss noch Beratungsbedarf angemeldet. Die Bedenkpause hat offensichtlich gewirkt. Prägnant fällt genau die Entscheidung, die sich der Stadtsportverband gewünscht hat: Die Tribüne im runderneuerten Stadion Glashütter Weiher wird komplett überdacht.

Arthur Kaldenbach und Thomas Wüller begründen kurz die Entscheidung der Koalition aus CDU und SPD. Mit der Komplettüberdachung werden auch die eingelagerten Leichtathletikgeräte geschützt  unter den ewig undichten Betonstufen der Tribüne. Die FDP sieht das anders – „aus Kostengründen“, wie Christoph Mertens sagt und plädiert für die Variante Ia. Die überdacht gerade einmal ein Drittel der Tribüne, liegt mit geschätzten Kosten in Höhe von 236.000 Euro dem ursprünglichen Kostenrahmen noch am nächsten.

Rund 1,5 Millionen Euro hatte die Sanierung wettkampfgerechter Leichtathletikanlagen mit neuen Tartanbahnen und allem, was des Sportlers Herz begehrt, gekostet. Nur noch das Aachener Waldstadion hat in der Region einen vergleichbaren Standard.

150.000 Euro hatte sich die Koalition für die Überdachung der Tribüne in den Haushalt geschrieben – und damit konstruktionsbedingt in jedem Fall zu kurz gegriffen. Das belegten umfangreiche Skizzen und Berechnungen des Architekten Bernd Rothardt aus dem Hochbauamt, die er im Juli dem Ausschuss vorgestellt hatte. Nun darf er ein richtiges Dach planen.

Ab 645.000 Euro ist es nach ersten Schätzungen zu haben, die der Kämmerer noch in seinem Entwurf für den Haushalt 2020 einrechnen muss. Hinzu kommen 60.000 Euro für eine Sanierung der Betonsitzstufen und weitere 60.000 Euro für eine Erneuerung der Holzvertäfelung im oberen Tribünenbereich.

Mit den Investitionen wird ein Projekt vollendet, das das 1976 eingeweihte Stadion wieder in eine Vorzeigeanlage verwandelt.

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