Stolberg-Zweifall: Königsnacht und Umzug die Höhepunkte

Stolberg-Zweifall: Königsnacht und Umzug die Höhepunkte

Der belgischen Königin Marie, Gattin von König Leopold II., die im September 1880 in einem örtlichen Gasthof ihr Nachtquartier aufgeschlagen hatte, ist die „Königsnacht“ gewidmet, die die örtlichen Schützen am zweiten Tag ihres dreitägigen Schützenfestes im Stolberger Stadtteil Zweifall durchführen.

Traditionell klingt dieses Ereignis, der amtierende Schützenkönig hat dann seine Freunde und Verwandten zu einer „feucht, fröhlichen“ Runde geladen, erst in den frühen Morgenstunden aus. Denn auch damals schon hatten die Schützen die Nacht wachend verbracht, um der Monarchin eine Ehrenwache zu stellen. Aber die Königsnacht, die Schützenkönig Renè Lipperheide mit seinen Freunden verbrachte, war nicht der einzige Höhepunkt des Schützenfestes der St. Sebastianus-Bruderschaft.

Mit Bundesprinzessin

Bereits am Nachmittag war ein stattlicher Festzug, angeführt von den Gruppen Spielkorps Zweifall und Donnerberger Trompetenbläser durch den Ort gezogen. In den Umzug durch den Ort eingereiht hatten sich neben den örtlichen Majestäten - König René Lipperheide, Prinz Jakob Kraljevic und Miniprinzessin Lucy Kofferschläger - auch Bundesprinzessin Svenja Dobbelstein und die Schützenbruderschaften aus Stolberg-Mitte, Kreuzau, Büsbach, Bardenberg und Eilendorf.

Desweiteren hatten das Kinder-Musketierkorps-Zweifall und die örtliche Feuerwehr den Weg über die Jägerhaus-, Döllscheidter-, Werk- und Hellebendstraße gewählt.

Abschluss des Umzuges war die gesellige Open-Air-Veranstaltung auf dem traditionellen Festplatz hinter der St. Rochus-Kirche, der volkstümlich „Im Huck“ genannt wird. Zuvor hatte Schützengeneral Ralf Lipperheide zur Belustigung der zahlreichen Besucher ein militärisches Zeremoniell veranstaltet. Er gestaltete eine Parade, bei der die Majestäten - König René Lipperheide, Prinz Jakob Kraljevic und Miniprinzessin Lucy Kofferschläger - die anderen Zugteilnehmer an sich vorbei ziehen ließen.

Zur Gestaltung der Open-Air-Feier trugen auch eine Caféteria, das Spielmobil des Stolberger Jugendamtes, mehrere Getränkestände und die Platzkonzerte der beiden Musikgruppen bei.

Start mit einem Ball

Begonnen hatte das Schützenfest am Vortag mit einem Ball im Saal des Restaurants „Zur Post“. Teilnehmer waren neben den Ortsmajestäten und der gastgebenden Bruderschaft auch einige Bruderschaften des Schützenbezirkes Stolberg.

Desweiteren hatte die Mannheimer St. Albanus-Leonardus Schützenbruderschaft den Weg nach Zweifall gefunden. Bestandteil des Balles, bei dem DJ Mirko Hengst für fetzige Unterhaltungsmusik gesorgt hatte, war auch eine Ehrung. Brudermeister Karl-Erich Krings ehrte für zehnjährige treue Mitgliedschaft Rebecca Lennissen, die er mit einer Urkunde und einem Abzeichen ausstattete. Fortgesetzt wurde das Schützenfest am nächsten Tag mit dem traditionellen „Hahneköppen“, bei dem einer Attrappe der Garaus gemacht wird.