Stolberg: Kita-Streik: Betreuungsangebot nur für Härtefälle

Stolberg: Kita-Streik: Betreuungsangebot nur für Härtefälle

Da bei einem Streik der Erzieherinnen bis zu 19 städtische Kitas vom 11. bis zum 22. Mai geschlossen bleiben könnten, versucht das Jugendamt, ein alternatives Betreuungsangebot für Härtefälle zu organisieren.

„Fälle unzumutbarer Härte können vorliegen, wenn alleinerziehende Mütter oder Väter keinen Urlaub bekommen können, und eine andere Betreuung des Kindes nicht möglich ist“, führt der zuständige Dezernent Robert Voigtsberger aus. Dabei könne jedoch nicht das reguläre Betreuungsangebot der Einrichtungen geleistet werden.

Eltern, die gemäß den beschriebenen Voraussetzungen das alternative Betreuungsangebot in Anspruch nehmen müssen, können sich ab sofort montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 17 Uhr an Sebastian Heyn Telefon 13-338 oder Vera Mertens Telefon 13-325 wenden. Auch wenn die Stadtverwaltung nicht in die Tarifauseinandersetzung involviert sei, appelliert Bürgermeister Tim Grüttemeier an die Arbeitgeber berufstätiger Eltern, mitzuhelfen, die Auswirkungen des Streiks auf erträglichem Maß zu halten.

Die Verwaltung der Kupferstadt gehe mit gutem Beispiel voran: „Wir werden unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit eröffnen, während des Streiks ihre Kinder mit ins Büro zu nehmen, wenn keine andere Betreuung möglich ist“, sagt Grüttemeier.

Was eine Rückerstattung von Elternbeiträgen für die Zeit des Kita-Streiks angeht, verweist der Bürgermeister darauf, dass diese aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht möglich sei. „Bei den Streiks handelt es sich juristisch um sogenannte höhere Gewalt. Die Voraussetzungen für eine Erstattung durch die Kommune sind somit leider nicht gegeben. Die Rückerstattung würde eine freiwillige Leistung darstellen, die der Kupferstadt Stolberg als verpflichteter Teilnehmerin am Stärkungspakt Stadtfinanzen des Landes NRW aus haushaltsrechtlichen Gründen untersagt ist.“

(dim)