Stolberg: Kino-Abenteuer in Stolberger Kulisse gedreht

Stolberg: Kino-Abenteuer in Stolberger Kulisse gedreht

Gwendolyn und Gideon reisen durch die Zeit. Das junge Paar landet im Jahr 1780 — in Stolberg! Bei den Dreharbeiten zum Kino-Abenteuer „Saphirblau“ machte das Filmteam jetzt in der Kupferstadt Station. In der Klatterstraße, in malerischer Kulisse unterhalb der Burg, wurde eine Szene für den Streifen gedreht, der nächstes Jahr in die Lichtspielhäuser kommen soll.

Den deutschen Spielfilm „Rubinrot“ sahen rund 500\.000 Kinobesucher in diesem Jahr. Grund genug, um dem Kinopublikum auch den zweiten Band der „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie von Schriftstellerin Kerstin Gier zu präsentieren. Maria Ehrich und Jannis Niewöhner spielen in „Saphirblau“ erneut die Hauptfiguren als Gwendolyn und Gideon.

Das Team des Kinofilms „Saphirblau“, das derzeit auch in Stolberg dreht: Jannis Niewöhner, Maria Ehrich, Hans W. Geißendörfer, Katharina Schöde, Felix Fuchssteiner und Philipp Budweg (von links).

In Nebenrollen sind wieder Katharina Thalbach und Veronica Ferres zu sehen. Auch im zweiten Buch der dreiteiligen Reihe wird die junge Liebe von Gwendolyn und Gideon auf eine harte Probe gestellt. Ein gestohlener Chronograph und die Gepflogenheiten am Hofe des 18\. Jahrhunderts bringen das Leben der Zeitreisenden ganz schön durcheinander. Gwendolyn wird durch ein spezielles Gen in die Lage versetzt, durch die Zeit zu reisen. Zusammen mit ihrem charmanten Begleiter Gideon fandet sie nach einer seltsamen Zeitmschine, die nur mit dem Blut der Eingeweihten funktioniert.

Die Altstadt von Stolberg war am Wochenende Kulisse.

Produziert wird „Saphirblau“ von der Lieblingsfilm GmbH. „Der Film spielt im historischen London. Die Hauptdarstellerin hat die Fähigkeit, durch die Zeit zu reisen und erlebt dabei viele Abenteuer“, verrät Philipp Budweg, Geschäftsführer von Lieblingsfilm, ansatzweise, um was es geht. Wie sind Regisseur und Produzenten gerade auf Stolberg als Drehort gekommen? Budweg: „Es gibt Scouts, die dem Regisseur diesbezüglich Vorschläge unterbreiten. Und so sind wir in der Aachener Region gelandet.“

Dom im Hintergrund

Bei „Rubinrot“ drehte das Team bereits in der Kirche in Kornelimünster. Auch der Aachener Dom war schon Kulisse für den ersten Teil der Trilogie. Beim zweiten Teil der Serie wurde diese Woche auch die Altstadt von Aachen zum Drehort. Das Set wurde ferner im Bereich Wallstraße, Franzstraße, Zollernstraße und Borngasse aufgebaut. Und bis Stolberg ist es dann nicht weit. „Wir haben mit sieben Akteuren und 46 Komparsen in Aachen gedreht“, so Budweg. Die Statisten waren über einen Aufruf rasch gefunden. Sie mussten natürlich zeitgemäß eingekleidet werden. Hinzu kamen mehr als 50 Beschäftigte des Filmteams unter der Regie von Felix Fuchssteiner. Vom Kameramann über den Kabelträger bis zum Lichtexperten.

In der Stolberger Altstadt musste der Drehort natürlich zeitgemäß hergerichtet werden. Im England des 18\. Jahrhunderts gab es schließlich noch keine Autos, moderne Straßenbeleuchtung oder Hinweisschilder. Alle Schilder mussten für die Zeit der Dreharbeiten abmontiert werden. Die Autos mussten aus dem Aufnahmebereich der Kamera verschwinden. Budweg: „Wir hatten die Anwohner der City und der Klatterstraße vorher informiert, dass wir kommen.“

Das eher trübe Novemberwetter störte die Filmaufnahmen übrigens nicht. „Der Film spielt schließlich in London. In England sind Nebel und Regen an der Tagesordnung. Das sorgt auch beim Dreh in Stolberg für die entsprechende Atmosphäre“, sagt Philipp Budweg. Dass zahlreiche Neugierige den Kameraleuten bei den Dreharbeiten in der Stolberger Altstadt über die Schultern schauten, kritisiert der Geschäftsführer nicht. Die Zaungäste hätten sich sehr diszipliniert verhalten und seien jeweils mucksmäuschenstill gewesen, als die Kamera anlief. Am kommenden Montag wird das Filmteam übrigens wieder in Stolberg zu Gast sein. Am Kupferhof soll noch eine Szene mit Kutsche gedreht werden.

Bis zum 1\. Dezember soll „Saphirblau“ abgedreht sein. Der Start in den Kinos ist für den 1\. August 2014 vorgesehen. Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Filmstiftung NRW. Hinzu kommen die Einnahmen der DVD von „Rubinrot“ (mit Axel Milberg, Rüdiger Vogler und Gottfried John), die seit kurzem auf dem Markt ist und sich gleich unter den Top Ten platziert hat.

„Mit Saphirblau sind wird in der Trilogie schon auf halben Weg. Vielleicht gibt es ja auch noch den dritten Teil, Smaragdgrün“, blickt Philipp Budweg in die Zukunft. „Dann werden wir mit unserem Filmteam sicher erneut in der Aachener und Stolberger Region zu Gast sein.“

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