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Angespannte Lage: Kinderklinik Stolberg hat keine Kapazitäten mehr

Angespannte Lage : Kinderklinik Stolberg hat keine Kapazitäten mehr

Die Hälfte der Patienten in der Kinderklinik am Bethlehem-Gesundheitszentrum in Stolberg leidet am sogenannten Respiratorischen Synzytial-Virus. Das ist allerdings nicht der einzige Grund, der Chefarzt Dr. Heiner Kentrup Kopfzerbrechen bereitet.

Die Lage ist angespannt. „Wir sind voll“, sagt Chefarzt Dr. Heiner Kentrup. Am Bethlehem-Gesundheitszentrum in Stolberg leitet er die Kinderklinik. Die Kinder, die dort stationär behandelt werden, leiden vor allem am sogenannten Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV).

Laut Experten kann eine Infektion zu einer Bronchiolitis führen. Bei dieser sind die kleinen Bronchien entzündet und die Schleimhäute schwellen an, sodass den Betroffenen das Atmen schwer fällt. Auch eine Lungenentzündung kann aus dem Virus resultieren. „Ich sage immer, es ist wie eine Art Schnupfen auf der Lunge“, erklärt Kentrup.

Seit Anfang November beschäftigt das RS-Virus ihn und seine Kollegen. Mittlerweile mache die Krankheit mehr als 50 Prozent der momentanen Belegung aus. „Das ist nicht unnormal, und wir wurden davon auch nicht überrollt. Dennoch befinden wir uns in einer besonderen Situation“, betont Kentrup. „Wenn eine RS-Viren-Welle auf ein System mit eingeschränkten Personalressourcen trifft, dann wird es problematisch“, sagt der Chefarzt und fügt hinzu: „Betten sind da, aber nicht genügend Personal.“

Ein ausführlicher Bericht zur Situation an der Stolberger Kinderklinik folgt.