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Stolberg: Kaufland öffnet im Oktober seine Pforten

Stolberg : Kaufland öffnet im Oktober seine Pforten

Die Arbeiten am Kaufland-Projekt gehen in die entscheidende Phase. Die Dimensionen des Supermarktes sind bereits klar zu erkennen. „Wir wollen Mitte Oktober eröffnen”, freut sich Christian Zehnpfenning über den Endspurt für das selbst für diesen Konzern außergewöhnliche Objekt.

„Die Tunnelüberbauung ist wohl einzigartig”, sagt der Kaufland-Expansionsleiter. Und war mit ungeahnten Schwierigkeiten verbunden, die den Zeitplan ein wenig dehnten. „Man konnte ja nicht ahnen, dass die Verschalung für den Tunnel noch stand - da, wo wir die Fundamente für die Überbauung setzen wollten”. Das hatte eine Verschiebung der Erdpfeiler und neue statische Berechnungen zur Folge. Denn der Supermarktes schwebt quasi frei über der Tunnelröhre, die nicht durch den Druck belastet wird.

Aber diese Herausforderungen sind bewältigt. Viele kleine liegen noch vor dem Investor. Neben dem Innenausbau des Marktes mit rund 5000 Quadratmeter Verkaufsfläche zählt dazu auch die Verkehrsführung. Die Anbindung wird ertüchtigt, um den erwarteten Zustrom von Kunden bewältigen zu können.

Ampeln werden neu geschaltet

Auf der Zweifaller Straße wird eine Linksabbiegespur zu dem Objekt angelegt, auf der L238 die Rechtsabbiegespur als zweite Zufahrt zu Kaufland verlängert und die Schaltungen der Ampeln an den Kreuzungen Finkensief- bzw. Zweifaller- mit der Europastraße sowie an der Lkw-Ausfahrt von Kaufland bzw. Grünenthal optimiert. „Die verkehrsrechtlichen Anordnungen dazu sind soeben an den Landesbetrieb gegangen”, setzt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt auf ausreichend Vorlauf, damit zur Eröffnung im Oktober die Abwicklung auch funktioniert.

Die eigentliche Zufahrt zu Kaufland liegt auf der verbreiterten ehemaligen Parkplatz-Erschließung und mündet vor dem Euregiobahn-Haltepunkt in einem Kreisverkehr. Von dort geht´s einerseits zu den Stellplätzen von Kaufland, die ebenerdig, aber unter der Filiale liegen, sowie andererseits zu den Parkplätzen der EWV sowie des Burg-Center, das seinen Stellplatzbedarf auch auf dem Dachgeschoss deckt.

„Im August geht´s endlich mit dem eigentlichen Bau los”, ist Dr. Anne Syndram erleichtert. Die Umsiedlung einer Oldtimer-Sammlung nach Münsterbusch hatte sich ungeahnt in die Länge gezogen. Die Zeit wurde zwar genutzt, um die Altbauten an der Zweifaller Straße zu entkernen. Mit dem Abriss kann AMW Projekte allerdings erst im August loslegen. Im Anschluss sind die Versorgungsträger am Zug, um ihre Leitungen zu verlegen und dann geht´s aufwärts mit dem Burg-Center, das ebenfalls rund 5000 Quadratmeter Verkaufsfläche in mehreren Ladenlokalen anbietet. „Falls es keine unerwarteten Probleme beim Bau gibt, wollen wir noch vor den Sommerferien 2009 eröffnen”, nennt Dr. Syndram die Zeitachse.

Die meisten von 45 bis 700 Quadratmeter großen Ladenlokale sind bereits bereits renommierte Unternehmen vermietet: Mister Lady Jeans, Ernsting´s family, Bonita, KiK, Reno, Rossmann, Café & Bäckerei Kamps, Frisör Klier, Apollo Optik sowie eine Apotheke ziehen nach Oberstolberg, und im Obergeschoss siedelt sich auf einer Fläche von 1400 Quadratmeter das Selection Fitness Studio an. Auch bei Kaufland steht bereits fest, wer die in der Filiale liegenden Shops beziehen wird: Bäcker, Feinkost, Lotto/Zeitschriften, Friseur und Blumen werden das Angebot komplettieren.

Gemeinsam wird von Burg-Center und Kaufland nicht nur eine belebende Funktion für Oberstolberg zugeschrieben. „Die gute Infrastruktur und hervorragende Verkehrslage - mit Anbindungen Richtung Eifel, Aachen, Eschweiler sowie die Nähe zur Euregiobahn-Haltestelle - garantieren eine zusätzliche Käuferschaft”, sagt Dr. Anne Syndram.

OLG weist Revision von Projektentwickler zurück

Einen weiteren juristischen Erfolg verbuchten Investoren und Stadt jetzt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Nachdem bereits die Vergabekammer der Bezirksregierung die Beschwerde des Edeka-Projektentwicklers Hans-Otto von der Heide als unzulässig zurückgewiesen hatte, scheiterte seine Berufung vor dem OLG auch in letzter Instanz.

Der Düsseldorfer Vergabesenat bestätigte die Rechtsauffassung der Bezirksregierung, dass der Beschwerdeführer gar nicht antragsberechtigt sei, weil er seine Chancen auf ein ernsthaftes Angebot verwirkt habe, berichtete Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt.

Dabei habe das OLG einen Spruch von grundsätzlicher Bedeutung gefasst: Nur direkte Investoren seien antragsberechtigt, wer als Mittler Projekte entwickele aber nicht. Inhaltlich habe sich das OLG gar nicht mehr mit der Sache befasst.