Veranstaltungen der KG Büsbach: Karneval im Barenland ist gerettet

Veranstaltungen der KG Büsbach : Karneval im Barenland ist gerettet

Die schlechte Nachricht ist, dass mit der Schließung der Gaststätte „Angie‘s Bistro“ auch der einzige Veranstaltungssaal in Stolbergs größtem Stadtteil wegfällt. Was besonders die KG Büsbach trifft. Doch jetzt gibt es auch wirklich gute Nachrichten.

Um es auf den Punkt zu bringen: Bösbich alaaf! Der Karneval im Barenland ist gerettet, und sämtliche Veranstaltungen der KG Büsbach finden wie geplant statt.

„Die Schließung von Bistro und Saal hat uns zunächst vor enorme Probleme gestellt, denn für Proklamation mit Sessionseröffnung, große Kostümsitzung, Kinderkostümfest, Narrenkappes-Fest und Mittfastenfeier haben wir Künstler, Beschallung, Alleinunterhalter ja schon fest vertraglich gebucht und auch Gastgesellschaften eingeladen“, erklärt Dirk Schreiber, Geschäftsführer der KG. Zwar gebe es ein Bürgerhaus in Büsbach, doch dessen Saal sei zu klein und zudem in L-Form für Bühnenveranstaltungen mit Programm und Publikum in keiner Weise geeignet.

Um Stolbergs ältester Karnevalsgesellschaft aus dieser Misere zu helfen, hat Ingo Koch, Eigentümer der Immobilie an der Konrad-Adenauer-Straße, der KG Büsbach das Angebot unterbreitet, „Angie‘s Bistro“ samt Saal zu pachten. „Ingo Koch hat uns dabei eine vergünstigte Pacht eingeräumt. Die Kosten für Pacht, Neben- und Betriebskosten von Juli 2019 bis einschließlich März 2020 wären aber dennoch so hoch gewesen, dass unser Verein diese finanzielle Belastung nicht hätte stemmen können“, beschreibt Dirk Müllejans, Vorsitzender der KG Büsbach. Alternativ habe die KG Angebote von Festzelten eingeholt – mit dem Resultat noch wesentlich höherer Kosten.

In ihrer Notlage hat die KG sich dann an Politik und Verwaltung gewandt. „Wir haben zuerst die Große Koalition im Stadtrat um Hilfe gebeten, die dann die Stadtverwaltung ins Boot geholt hat“, erläutert Schreiber.

Dabei sei sowohl Handlungsbedarf als auch höchste Eile geboten gewesen, sagt Müllejans. Und der Vorsitzende der KG Büsbach betont: „Politik und Verwaltung waren einerseits sehr hilfsbereit und andererseits erfreulich flexibel und schnell, was Gesprächstermine und letztlich auch die Problemlösung anbelangt.“

„Grünes Licht“

Einem Ortstermin in Gaststätte und Saal mit dem Technischen Beigeordneten Tobias Röhm und Gerd Schön vom Bauordnungsamt war „grünes Licht“ gefolgt – die KG Büsbach könne bauordnungsrechtlich Saal und Gaststätte für ihre Veranstaltungen nutzen. „Nach Abstimmung der Ratsfraktionen von CDU und SPD haben Bürgermeister Patrick Haas und der Kulturausschussvorsitzende Jochen Emonds dann Vertreter der KG Büsbach und Ingo Koch zu einem Gespräch eingeladen“, führt Müllejans aus. Mit dem Ergebnis, dass der Büsbacher Saal-Karneval in der Session 2019/2020 gerettet ist.

„Wir können Saal und Bistro jetzt zu noch einmal günstigeren Konditionen pachten, und die Stadtverwaltung hat übereinstimmend mit der Großen Koalition zugesagt, die KG Büsbach gegebenenfalls auch finanziell zu unterstützen, wenn die Kosten für Pacht und Nebenkosten die Einnahmen aus unseren Veranstaltungen weit übersteigen sollten“, erläutert Schreiber. Müllejans hebt hervor: „Wir bedanken uns herzlich bei Ingo Koch, der Großen Koalition und der Verwaltung für ihr Entgegenkommen beziehungsweise ihren Einsatz und ihre Hilfe.“

Nach dieser einmaligen Lösung ist für Büsbach übrigens mittelfristig „Land in Sicht“, denn künftig könne die neue Turnhalle an der Bischofstraße für Saalveranstaltungen genutzt werden, wie Politik und Stadtverwaltung versicherten. Allerdings voraussichtlich erst ab der Session 2021/2022, so dass die KG Büsbach noch eine fünfte Jahreszeit überbrücken muss.

„Wir denken darüber nach, in der übernächsten Session Termine so zu bündeln, dass wir uns ein Festzelt leisten können. Auf jeden Fall wollen wir den Karneval in Büsbach feiern und nicht auf andere Stadtteile ausweichen müssen“, sagt der KG-Büsbach-Vorsitzende Dirk Müllejans.

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