Stolberg-Zweifall: Karmelitinnen treffen sich mit Schwestern des Notvorstandes

Stolberg-Zweifall: Karmelitinnen treffen sich mit Schwestern des Notvorstandes

In den Streit um den Fortbestand des Zweifaller Klosters Maria Königin kommt Bewegung.

Am Mittwochabend werden sich Schwester Maria Regina und Schwester Katharina sowie Vertreter des „Freundeskreises des Karmel” mit dem Notvorstand des Klostervereins zu einem ersten Gespräch treffen. Das haben die beiden Karmelitinnen auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

Der Notvorstand war im August auf Betreiben des Bistums vom Amtsgericht Aachen eingesetzt worden. Das Gericht hatte in seiner Begründung bemängelt, dass der Verein ohne Vorstand und somit handlungsunfähig sei. Zügig gehandelt hatte indes wenige Tage später der Notvorstand: Er ließ das Konto des Vereins sperren, in dessen Besitz die gesamte Klosteranlage und die dazu gehörigen Grundstücke sind.

„Der Notvorstand hat uns angeschrieben und um einen Termin gebeten. Wir sind gespannt, wie das Gespräch verlaufen wird”, erklärte am Dienstag Schwester Katharina und betonte: „Der Wunsch des Notvorstandes, die Vergangenheit zu vergessen und nur nach vorne zu schauen, geht sicherlich nicht in Erfüllung.

Wir werden Klartext reden.” Skeptisch äußerte sich auch Johann Ehlen: „Wir würden lieber direkt mit dem Bischof sprechen. Die Unterredung mit dem Notvorstand wird unter dem wesentlichen Vorbehalt stehen, das alles Gesagte und Vereinbarte im Nachhinein vom Bischof für nichtig erklärt werden könnte”, so der Sprecher des Freundeskreises.

Nach wie vor müssen die Zweifaller Karmelitinnen aufgrund der Kontosperrung ihren Lebensunterhalt mit Hilfe von Spendengeldern sichern. „Die Menschen kümmern sich rührend um uns. Dennoch ist es zeitweise sehr schwierig, auch nur für das Nötigste zu sorgen”, berichtet Schwester Katharina von einer angespannten Lage.