Stolberg/Düren: Karl-Fred Dahmen: Ein bedeutender Künstler des Informel

Stolberg/Düren: Karl-Fred Dahmen: Ein bedeutender Künstler des Informel

Mit dem Kunstschaffen von Stolbergs großem Sohn Karl-Fred Dahmen (1917 Stolberg - 1981 Preinersdorf, Chiemsee) machte sich jetzt eine Besuchergruppe vertraut, die sich aus Mitgliedern des „SPD-Kulturforums-Regio Aachen“ und der Facebook-Gruppe „historia stolbergiensis“ zusammen setzte.

Besuchsziel war das Dürener Leopold-Hoesch-Museum, wo derzeit anlässlich des 100. Geburtstages von Karl-Fred Dahmen, der zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Informel zählt, eine Ausstellung gezeigt wird.

Geführt wurde die Gruppe von der Stolberger Diplom Designerin Annette Siffrin-Peters, die mit viel Einfühlungsvermögen, Leidenschaft und Sachverstand den Besuchern das Dahmen-Werk näher brachte.

Karl-Fred Dahmen hat als Maler, Grafiker und Objektkünstler ein vielseitiges und umfangreiches Werk hinterlassen. In Düren liegt der Schwerpunkt auf dem grafischen Werk des großen Stolbergers. Dahmen ist Mitbegründer der Düsseldorfer Künstlergruppe Gruppe 53 und hatte in den 1950er Jahren gute Kontakte nach Paris. 1968 wird er zum ordentlichen Professor an der Akademie für Bildende Kunst in München ernannt. Dahmen hat zeitlebens das Sujet „Landschaftsmalerei“ hinterfragt und neu interpretiert.

Die weniger bekannten Werke reichen von informellen Kompositionen bis zu collageartigen Arbeiten, in denen der Künstler Fundstücke aus seinem Umfeld verarbeitete. Die von Siffrin-Peters geleitete Führung sorgte für spannende und lebhafte Diskussionen sowie ausgiebigem Kunstgenuss. Gezeigt wird die Dahmen-Schau, die unter dem Motto „Das Prinzip Landschaft“ steht, noch bis zum morgigen Sonntag, 26. November. Geöffnet ist das Leopold-Hoesch-Museum, Hoeschplatz 1, in Düren, jeweils von 10 bis 17 Uhr.

(dö)