Stolberg: Kandidaten rotieren bei CDU zwischen Büsbach und Münsterbusch

Stolberg: Kandidaten rotieren bei CDU zwischen Büsbach und Münsterbusch

Die Kandidaten für die Kommunalwahl rotieren im einstigen Büsbacher Gemeindegebiet bei der CDU — mit einstimmigen Beschlüssen nomminiert. Markus von der Stein, der 2009 im Büsbacher Wahlbezirk 18 nach einer Legislaturperiode nicht wieder in den Rat zog, tritt nun in Münsterbuscher Wahlbezirk 21 (wo Klaus Berghausen nicht mehr kandidiert) an; Koppelkandidat ist Julian Wahlen.

In seinen eigentlich Wohnort-Bezirk 18 stellt sich nun Siegfried Pietz zur Wahl, der zuvor den Bezirk 19 (Liester/Münsterbusch) direkt gezogen hatte, der Vorsitzende des Ortsverbandes zur Wahl. Koppelkandidatin des Vorsitzenden des Ortsverbandes Büsbach, Dorff, Liester und Münsterbusch ist Maria Rösseler. Im Bezirk 19 kandidiert nun Newcomer Michael Thomas (Koppelkandidat Rainer Zartmann). Eine feste Bank bleibt der Wahlbezirk 17 Büsbach/Dorff, den Fritz Thiermann (Koppelkandidatin Hanni Lang) verteidigen möchte. Kandidatin auf der Liester (W20) bleibt die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen (Koppelkandidat Karl-Heinz Theis) ebenso wie Ludwig Hahn (Koppelkandidat Bernd Stickeler) erneut im Wahlbezirk 22 (Münsterbusch) antritt.

Wieder als Kandidat für den Städteregionstag benannt ist im Wahlbezirk 31 Fraktionsvorsitzender Klaus Dieter Wolf (Koppelkandidat Carlheinz Nadenau, der von 1999 bis 2004 im Stadtrat saß für die Wahl zum Städteregionstag.

Den Formalien voran ging der dritte Bürgerdialog im Pfarrheim Herz-Jesu. Unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“ bat die Kupferstädter CDU um Beiträge der Bürger zu ihrem Kommunalwahlprogramm, wobei sich die bisherigen Ratsvertreter, der Stadtverbandsvorsitzende Jochen Emonds und der Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Dr. Tim Grüttemeier den Fragen und Anregungen der Anwesenden stellten. Thematisiert wurde beispielsweise:

Stadtteilentwicklung: Die Verwirklichung eines Gesamtkonzepts bezüglich der Stadtteilplanung für Büsbach wurde gefordert. Grüttemeier sagte zu, dass die CDU beantragen werde, Planungsmittel bereitzustellen.

Sauberkeit und Grünflächenpflege: An vielerlei Stellen im Stadtgebiet sei das Erscheinungsbild durch Müll, Hundekot, Laub und wuchernde Grünflächen getrübt. Grüttemeier sprach sich für eine Umstrukturierung im Technischen Betriebsamt aus. „Feste Trupps, die dauerhaft für bestimmte Bereiche verantwortlich sind, würden diese Probleme besser lösen als das bisherige unkoordinierte Verfahren“, sagte er mit Blick auf Eifel-Kommunen, in denen dieses System bereits erfolgreich praktiziert werde.

Sportplätze: Günter Samens, Vorsitzender FC Adler Büsbach, betonte, der Verein brauche keine Fusion, sondern eine moderne Sportstätte mit Kunstrasenplatz und bemühe sich, entsprechende Eigenleistungen zu erbringen. Grüttemeier gab zu bedenken, dass die Stadt für Kunstrasenprojekte, und das gelte für alle Vereine, grundsätzlich keine neuen Schulden machen werden. Er äußerte die „herzliche Bitte“ an den Verein, „eine Fusion in Betracht zu ziehen“.

Friedhöfe: Der Wunsch vieler Bürger nach ortsnahen Erdbestattungen sei vorhanden, diese seien aber etwa auf dem Friedhof Buschmühle nicht mehr möglich. Grüttemeier verwies auf den Grundwasserspiegel und die Auflagen des Gesundheitsamts. „Der Friedhof Buschmühle war leider eine völlige Fehlplanung. Ihn jetzt ohne weitere Belegungen auslaufen zu lassen, ist die kostengünstigste Möglichkeit“, so Grüttemeier.

Spielplätze: Ein Spielplatz „im Herzen von Büsbach“ werde benötigt, da der neue am Brockenberg für viele Bürger nicht gut zu erreichen sei. Grüttemeier stimmte zu, Büsbach brauche wegen seiner Größe und seiner Bevölkerungsstärke sicherlich mehr Spielplätze, räumte aber ein, dass diese aus finanziellen Gründen nicht „von heute auf morgen“ einzurichten seien, und riet zu Initiativen seitens der Bürger, die hilfreich sein könnten.

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