Stolberg: Kämmerling plädiert für Erhalt der Notfallpraxen

Stolberg: Kämmerling plädiert für Erhalt der Notfallpraxen

„Hat denn überhaupt noch die Aussage der Landesregierung aus Dezember Bestand?“, fragt Stefan Kämmerling nicht nur sich selbst, sondern in einem Schreiben auch die Kassenärztliche Vereinigung.

Noch im Dezember hatte die Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten geantwortet, dass „… derzeit kein konkretes Konzept der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein für eine Neuorganisation des Notdienstes…“ vorliege. Kämmerling zeigt sich gleichzeitig aber auch enorm verwundert über den erneuten Vorstoß des Kassenärztlichen Vereinigung, die Notfallpraxen in Eschweiler und Stolberg zu verändern.

Wie unsere Zeitung berichtete, sollen Erwachsene künftig am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler und Kinder am Bethlehem-Gesundheitszentrum in Stolberg behandelt werden. Die ambulante Notaufnahme der Krankenhäuser sei nicht betroffen. Dass hatte der hiesige KV-Sprecher Dr. Lothar Nossek auf Anfrage bestätigt.

Bereits vor drei Jahren waren die Stolberger Sturm gelaufen gegen eine drohende Schließung der Notfallpraxis. Nun formiert sich der Widerstand erneut; eine Unterschriftenaktion ist der Anfang.

Vor diesem Hintergrund hat sich Stefan Kämmerling gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung erneut für den Erhalt beider Notfallpraxen in Eschweiler und Stolberg eingesetzt. In einem Schreiben führt er den aus seiner Sicht für beide Standorte gegebenen Bedarf aus und bittet die Entscheidungsträger, nicht ausschließlich wirtschaftlichen Überlegungen Raum zu geben. „Ich bin enorm verwundert über den erneuten Vorstoß der Kassenärztlichen Vereinigung“, sagte Kämmerling jetzt.

(-jül-)