Stolberg: Jugendparlament mit Ideen: Fitnesspark ist ein konkretes Ziel

Stolberg: Jugendparlament mit Ideen: Fitnesspark ist ein konkretes Ziel

Nur vereinzelt laufen noch einige Menschen durch die Straßen der Stolberger Innenstadt. Im Rathaus haben sich unterdessen um die 20 Jugendliche versammelt. Wie kann man die Stadt wieder mehr beleben und für junge Menschen attraktiver gestalten? Dies ist nur eine von vielen Fragen, mit denen sich das Stolberger Jugendparlament (Jupa) auseinandersetzt.

Seine Mitglieder trafen sich nun zur alljährlichen konstituierenden Sitzung. Einige von ihnen sind schon Jahre dabei, andere erleben zum ersten Mal ein Treffen des Jugendparlamentes. Auch Bürgermeister Tim Grüttemeier begrüßte die Jugendlichen, um ihnen die Idee, auch als junger Mitbürger die Zukunft der Stadt mitzugestalten, nahezubringen. „Ihr seid als Jugendparlament ein Sprachrohr, das von der Politik sehr ernst genommen wird und dessen Meinung viel Beachtung findet. Ich möchte euch dazu ermutigen, dass ihr euch und eure Ideen hier in Stolberg einbringt.“

Grüttemeier betonte: „Ihr solltet die Möglichkeit nutzen, uns zu zeigen, was euch an Stolberg gefällt, und auch ganz wichtig, was euch nicht gefällt.“ Grüttemeier appellierte an die jungen Menschen: „Seid unbequem.“ Die Aufgaben eines Jugendparlamentes sowie einige der erfolgreichen Projekte der vergangenen Jahre wurden den Schülern im Folgenden durch die beiden Mitglieder des Sprechergremiums, Julia Hellebrand und Jorick Espeter, vorgestellt. Wichtigste Aufgabe des Jupas ist demnach die Vertretung der Interessen der Stolberger Jugendlichen.

Barriere verkleinern

So ist das Jugendparlament etwa im Jugendhilfeausschuss vertreten. „Unser Ziel ist es, Stolberger Jugendlichen Politik näherzubringen und die oftmals bestehende Barriere zu verkleinern“, erklärte Hellebrand. Mitmachen können dabei alle Jugendlichen zwischen 11 und 21 Jahren, egal ob Schüler, Auszubildender oder Student. In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Jugendparlamentes wird neben der Auseinandersetzung mit aktuell anstehenden kommunalen Themen eine Vielzahl jugendrelevanter Projekte initiiert und organisiert.

Veranstaltungen wie „SV im Dialog“, bei der sich die Schülervertreter der Stolberg Schulen miteinander austauschen können, oder auch die Organisation von Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise einer Wasserdisco, sind auf die Arbeit des Jugendparlamentes zurückzuführen. Aktuelles Projekt: Die Planung von „Calisthenic“, ein Fitnesspark, der den Stolbergern in Zukunft die Möglichkeit geben soll, sich körperlich zu betätigen. „Für viele ist Fitness ein großes Thema. Daher haben wir an der Idee, einen Fitnesspark zu errichten, direkt Gefallen gefunden“, berichtet Espeter.

Auch wenn der Standort noch nicht feststeht: Grüttemeier hatte schon eine erfreuliche Nachricht zu verkünden: „Im Rat gibt es bereits eine Vereinbarung, im Haushalt Geld für den Bau des Calisthenic Parks zur Verfügung zu stellen. Von daher stehen die Chancen gut, dass wir im Jahr 2017 etwas auf die Beine stellen können.“

Mit Vorfreude schauen die Mitglieder des Jugendparlamentes auf die neue Legislaturperiode und freuen sich immer, neue Gesichter kennen zu lernen. „Ich begleite das Jugendparlament jetzt schon seit etlichen Jahren und es freut mich jedes Mal junge Menschen zu sehen, die sich für unsere Stadt interessieren“, sagt Michael Bosseler, Jugendpfleger der Stadt Stolberg.