Stolberg-Mausbach: Josef Schneider schließt die Lücke bei Grün-Weiß Mausbach

Stolberg-Mausbach: Josef Schneider schließt die Lücke bei Grün-Weiß Mausbach

Zwei Jahre lang haben Theo Flocken und Paul Pastor die Geschicke des SV Grün-Weiß Mausbach geleitet. Zu einer weiteren Amtszeit kommt es allerdings nicht mehr.

Auf eigenen Wunsch, so erklärte Nachfolger Josef Schneider gegenüber unserer Zeitung, seien der erste Vorsitzende und sein Stellvertreter nicht mehr bei der Jahreshauptversammlung angetreten. „Beide wollten einfach nicht mehr”, ging Schneider hier nicht näher ins Detail. Neue Kandidaten für die zu besetzenden Vorstandsposten standen bei der Mitgliederversammlung in der Vereinsgaststätte „Zur Erzgrube” jedoch auch nicht gerade Schlange. Ein Grund für Schneider, mahnende Worte in Richtung der anwesenden Mitglieder zu richten. Wenn nicht alle Mitglieder in einem Verein mitzögen, könne es passieren, dass der Klub irgendwann vorstandslos sei, so sein eindringlicher Appell. Jeder könne etwas beitragen zum Vereinsleben. Und: „Der Vorstand kann auch nicht alles leisten”, warb der „Neue” für mehr Engagement bei den Grüß-Weißen.

Neben „Juppi” Schneider, der bereits das Amt des Jugendleiters in Mausbach bekleidet, erklärte sich Stefan Pastor bereit, den Verein zukünftig als zweiter Vorsitzender engagiert zu vertreten. Komplettiert wird die neue Vorstandsmannschaft des SV in Mausbach durch Dirk Hermanski (1. Geschäftsführer), Thomas Ritzerfeld (2. Geschäftsführer), Walter Steyns (1. Kassierer) und Carl-Heinz Delhey (2. Kassierer).

Ebenfalls einstimmig wurde der bereits am 25. April gewählte Jugendvorstand durch die Ver-sammlung bestätigt. Dieser setzt sich neben Schneider als Jugendleiter aus Thomas Ritzerfeld (stellvertretender Jugendleiter), Dirk Hermanski (Jugend-Geschäftsführer), Gürhan Terziler (stellvertretender Jugend-Geschäftsführer), Carl-Heinz Delhey (Kassierer) und Gabriele Delhey (stellvertretende Kassiererin) zusammen.

In der Jugend derzeit 142 Spieler

142 Jugendliche in allen Jugendmannschaften spielen derzeit in Mausbach. Trotz massiver Abwerbungsversuche könne die Fluktuation als gering bezeichnet werden, erklärte der Vorstand in seinem Bericht. Sorgen bereitet dem Verein hingegen die Platzsituation. Vor zwei Jahren habe der Verein bereits defekte Zäune und Bänke rund um den Sportplatz bei der Stadt moniert, wie Vorstandsmitglied Walter Steyns erklärte. Eine Antwort der Stadt auf die erstellte Mängelliste stehe bis heute noch aus. „Im vorigen Jahr baten wir um Rasenpflege beziehungsweise um Bereitstellung von Rasenmäher und Freischneider”, so der Vorstand. Auch hier habe es keine Reaktion gegeben.

Die Frage nach einer Fusion be-wertet der neue Vorsitzen derweil pragmatisch: „Langfristig gesehen muss man darüber nachdenken. Es gilt dann einen anderen Verein zu finden, mit dem es möglichst große Übereinstimmungen gibt.” Schneider nannte jedoch weder konkrete Namen noch konkrete Zeitpunkte, zeigte jedoch Verständnis für die Haltung der Stadt in dieser Frage. „Die Stadt kann nicht 16 Vereine unterhalten. Dafür fehlt einfach das Geld.”

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