Josef Naumann verfasst neues Buch über Breinig

Grube „Cornelia“ im Mittelpunkt : Josef Naumann verfasst neues Buch über Breinig

Josef Naumann, der Ehrenvorsitzende des Eifel- und Heimatvereins Breinig, hat sein Wissen um die Geschichte des Heimatorts wieder in ein Buch einfließen lassen: Die 1922 geschlossene Eisenerzgrube „Cornelia“ steht im Mittelpunkt des neuen Bandes.

Er kann es nicht lassen: Stolze 93 Jahre ist Josef Naumann, der Ehrenvorsitzende des Eifel- und Heimatvereins Breinig, inzwischen alt – und hat sein Wissen um die Geschichte des Heimatorts wieder in ein Buch einfließen lassen: Die 1922 geschlossene Eisenerzgrube „Cornelia“ steht im Mittelpunkt des neuen Bandes, der jetzt in der örtlichen Geschäftsstelle der VR-Bank an der Raiffeisenstraße vorgestellt wurde.

Scharen von Mitbürgern gaben ihm die Ehre – so viel, dass am Abend der Präsentation der Raum in der Schalterhalle kaum noch ausreichte. Denn nicht nur Naumanns stolzes Alter – auch seine Beiträge an sich sorgen für Gesprächsstoff nicht nur in Breinig, sondern auch darüber hinaus. Und so waren nicht nur bekannte Einwohner des Ortes wie der Präsident der Karnevalsgesellschaft „Sündenböcke“, André Hennicken, gekommen, sondern auch befreundete Heimathistoriker wie Bernd Kreutz aus Mausbach und der Organisator der Frühschoppen für Eisenbahnfreunde im Foyer des Stolberger Hauptbahnhofs, Roland Keller aus Donnerberg.

Denn das Interesse an der Geschichte des Ortes und der umliegenden Dörfer verbindet. Das wurde am Abend der Buchvorstellung ganz deutlich spürbar. Dem vermochte sich auch der Leiter der Geschäftsstelle, André Holz, sich in seiner Ansprache nicht zu entziehen – und auch nicht sein Vorgesetzter bei der VR-Bank, Regionaldirektor Thomas Braun. Dass es ihm keine saure Pflicht bedeutet, Breiniger zu sein, bekräftigte auch Naumanns Nachfolger als Vorsitzender des Eifel- und Heimatvereins, Heinrich Rüttgers. Der rollte noch mal die Geschichte der Heimatblätter auf, die mit dem Band über „Cornelia“ ihre 13. Ausgabe erleben und in der Vergangenheit so unterschiedliche Themen wie die Kunstschätze der Pfarrkirche St. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, lokale Anekdoten und die Geschichte der alteingesessenen Familien zum Gegenstand hatten.

Dass die „Cornelia“ über einen Straßennamen auch ihre Spuren im Dorf von heute hinterlassen hat: Das war beim Festakt in der Schalterhalle an einer Tatsachen leicht zu merken – Anwohner der Corneliastraße, an der auch Vereinschef Heinrich Rüttgers wohnt, hatten sich in nicht geringer Zahl als Sponsoren an dem Buchprojekt beteiligt. Dafür Autor Naumann, die Institution in Sachen Breinig, anständig etwas auf die 100 Seiten zwischen den Einbanddeckeln gepackt. Dazu gehört nicht nur die komplette Geschichte der Grube von der Eröffnung anno 1835 bis zur Schließung am 31. März 1921 in wohl formulierten Worten, sondern auch viele graphische Dokumente wie Katasterplänen und Landkarten.

Nicht gespart hat der Verfasser darüber hinaus bei den eher peripheren Aspekten seiner Geschichte: Die Rolle des Bergwerks (die Kumpel fuhren dort über Leitern bis auf eine Tiefe von 41 Metern ein) als Brotgeber für verarmte Kleinbauern kommt ebenso zur Sprache wie unter anderem der Transport des gewonnenen Erzes mit Loren zum Bahnhof der Reichsbahn.

Aus einem vergleichsweise umgrenzten Thema entwickelt Josef Naumann ein detailgenaues Panorama der Zeit, in der „Gewerkschaft Cornelia“ ausgebeutet wurde und entwickelt dabei ein Panorama der Jahrzehnte zwischen Anfang und Ende, ohne sein Thema jeweils wirklich beiseite zu schieben. Darüber hinaus beleuchtet der Kenner die gescheiterten Versuche einer Wiederbelebung der Zeche. Technik- trifft Sozial- und politische Geschichte – ein inhaltlich komplettes Buch, eines zum Nachschlagen wie zum Schmökern, das Weihnachtsgeschenk par excellence für überzeugte Breniger.

Band 13 der „Breiniger Heimatblätter“ beleuchtet das Thema „Die Gewerkschaft Coornelia im Großraum Stolberg-Breinig“ und umfasst 100 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Das Buch ist zum Preis von 19,50 Euro unter anderem bei den Kreditinstituten in Breinig sowie bei Heinrich Rüttgers (Corneliastraße 81a) zu haben. Verkaufsstellen außerhalb des Ortes sind der Vichter Dorfladen sowie in der Stolberger Kernstadt die Touristik in der Zweifaller Straße 5 und die „Bücherstube am Rathaus“.

(chh)