Stolberg: Jetzt neu: Zentrale Anlaufstelle für Senioren in Stolberg

Stolberg: Jetzt neu: Zentrale Anlaufstelle für Senioren in Stolberg

Eine Reise im Rollstuhl nach Berlin planen. Ein Formular ausfüllen, um einen Behindertenausweis zu beantragen. Einen kompetenten Experten für Rechtsfragen finden. Einen Antrag auf Pflegeeinstufung bei der Pflegekasse stellen. Das sind Aufgaben, die Paul Schäfermeier, 36, löst.

Nicht für sich, sondern für Menschen, die ins Senioren-Infocenter der Stadt Stolberg ins Rathaus kommen.

Dort sitzt Schäfermeier als Seniorenbeauftragter der Stadt. Vor gut zwei Wochen hat das Center geöffnet. „Jeder der kommt, wird hier beraten”, sagt der Sozialarbeiter. „Senioren, die nicht mehr mobil sind, besuche ich auch Zuhause.” Die Räume im Erdgeschoss des Rathauses sind barrierefrei mit dem Rollstuhl zu erreichen.

Kleine Probleme löst er direkt. Schwierigere Fälle vermittelt er an Experten. „Damit meine ich nicht wegschicken”, betont er. Er will sicherstellen, dass den Senioren tatsächlich geholfen wird.

Fragen zur Rente, zum Pflegedienst, zum Wohnen, zur Freizeit oder zur Gesundheit - seit der Eröffnung des Infocenters am 17. Mai, müssen sich Senioren in Stolberg nicht mehr durchfragen. Das erledigt Schäfermeier. „Sie müssen nicht mehr kreuz und quer durch die Stadt laufen”, sagt Schäfermeier.

Nicht von Behörde zu Behörde. Und auch nicht von Sprechstunde zu Sprechstunde. Das Senioren-Infocenter im Rathaus ist die zentrale Anlaufstelle: für Einzelberatungen mit dem Seniorenbeauftragten und auch für Sprechstunden und Infoveranstaltungen.

Folgende Institutionen beraten künftig im Rathaus: die Arbeiterwohlfahrt, der Blinden- und Sehbehindertenverein, die Deutsche Rentenversicherung Rheinland, die Stolberger Tafel, das Kriminalkommissariat Vorbeugung der Polizei Aachen, die Pflegeberatung im Kreis Aachen der Verbraucherzentrale NRW, der Sozialdienst Katholischer Frauen, der Katholische Verein für soziale Dienste in Stolberg und der VdK Sozialverband.

Die Einzelberatungen im Senioren-Infocenter sind kostenlos. „Noch sind die Wartezeiten kurz, es muss sich erst herumsprechen”, sagt Schäfermeier. Eine Anmeldung sei nicht erforderlich, aber er empfiehlt einen Anruf vorab, „damit ich nicht auf Hausbesuch bin”.

Eine Dame habe sich beschwert, die Ampelphase an der Rathausstraße sei für Fußgänger zu kurz, sagt Schäfermeier. Sie wünscht sich eine längere Grünphase. Eine neue Aufgabe für den Seniorenbeauftragten: durchfragen bei der Stadt, bis er den richtigen Ansprechpartner hat.

Beratung, Sprechzeiten, Vorträge

Über die Krankheit Demenz informiert der Psychologe und Krankenhausseelsorger Professor Theodor Maas am Dienstag, 16. Juni, 18 Uhr. Anschließend stellt Hasan Alagün vom Demenz-Servicezentrum für die Region Aachen/Eifel der Verbraucherzentrale NRW Entlastungsmöglichkeiten und Hilfsangebote vor. Der Vortrag findet im großen Ratssaal statt.

Um Vorbeugung gegen Kriminalität geht es am Dienstag, 23. Juni, 14 bis 16 Uhr, im Senioren-Infocenter. Das Kriminalkommissariat der Polizei Aachen berät ältere Menschen, wie sie sicher in ihrer Wohnung, im Alltag und im Straßenverkehr zurecht kommen.

Im Juni beraten folgende Institutionen im Senioren-Infocenter des Rathauses: Dienstag, 2. Juni, 14-16 Uhr VdK; Mittwoch, 3. Juni, 14-17 Uhr, Pflegeberatung im Kreis Aachen der Verbraucherzentrale NRW; Donnerstag, 4. , 18. und 25. Juni, jeweils 14-17 Uhr, Sprechstunde des Seniorenbeirats der Stadt Stolberg; Montag, 8. Juni und 22. Juni, jeweils 14-16 Uhr, Allgemeine Sozialberatung durch Arbeiterwohlfahrt; Freitag, 26. Juni, 10-12 Uhr, Blinden- und Sehbehindertenverein Aachen Stadt und Land.

Der Seniorenbeauftragte von Stolberg, Paul Schäfermeier, arbeitet im Senioren-Infocenter montags bis mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung. Telefonisch erreichbar unter 02402/13376.