Jahreshauptversammlung der Sozialdemokratischen Frauen in Stolberg

Jahreshauptversammlung : Mit neuer Vorsitzenden wollen die sozialdemokratischen Frauen durchstarten

Arg geruckelt und gekracht hatte es in jüngerer Zeit bei der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Stolberg – durch den Rücktritt der Vorsitzenden Yvonne Mees, die unter Hinweis auf einen angeblich chauvinistischen Umgangston ihrer männlichen Parteifreunde den Posten an der Spitze von jetzt auf gleich niedergelegt hatte.

Bei ihrer Jahreshauptversammlung in „Friedrichs Ecke“ auf dem Donnerberg zeigten sich die Mitglieder der SPD-Organisation durchaus bei guter Stimmung und gar nicht demotiviert. Mit der neuen Vorsitzenden Mareike Hilgers-Metzner an der Spitze wollen die Sozialdemokratinnen durchstarten. Kritische bis selbstkritische Töne lagen dabei durchaus in der Luft. „Früher waren wir bei solchen Versammlungen mal zu 45, 50 Frauen“, merkte zum Beispiel eine Teilnehmerin angesichts der 15 Stimmberechtigten, die sich dieses Mal eingefunden hatten, an.

Die ASF-Landesvorsitzende Daniela Jansen aus Aachen, die bei den Vorstandsneuwahlen als Wahlleiterin fungierte, nahm hingegen die eigene Partei in die Pflicht – und die ASF-Aktiven ebenfalls: „Bisher liegt der Frauenanteil bei ungefähr 30 Prozent – das müssen wir ändern!“Was die ASF-Frauen in der Kupferstadt in den vergangenen zwölf Monaten an politischen Aktionen und Veranstaltungen alles auf die Beine gestellt hatten, bilanzierte Ratsmitglied Hanne Zakowski, die bis dato als stellvertretende Vorsitzende amtiert hatte und nach den Neuwahlen (siehe Infotext) das Amt der Schriftführerin übernahm. Als Aktivposten verbuchte die Kommunalpolitikerin vor allem das Forum „Geburten ohne Hebammen – nein danke!“ am 21. Februar im Museum Zinkhütter Hof, das sie selbst zusammen mit anderen Genossinnen organisiert hatte.

Auch das Frauenfrühstück mit Bürgermeisterkandidat Patrick Haas Anfang April im Kulturzentrum „Kugel“ an der Kogelshäuserstraße und die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag im Ökumenischen Gemeindezentrum an der Frankentalstraße verbuchte Zakowski als positiv. Für sie der wichtigste politische Schwerpunkt: der Kampf um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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