Kommunikation der Maschinen: „Internet der Dinge“ kommt in Stolberg an

Kommunikation der Maschinen : „Internet der Dinge“ kommt in Stolberg an

Immer mehr Funktionen kann der Besitzer eines Smartphones über das Telefonieren und Surfen hinaus nutzen. Sicherheit, Licht und Heizung im Zuhause aus der Ferne verwalten, sind bereits Alltag. Der nächste Schritt ist, dass der Mensch in der Kommunikation zwischen der Technik keine Rolle mehr spielen muss.

Die Kommunikation zwischen Geräten und Maschinen funktioniert über ein eigenes mobiles Netz. Das ist jetzt auch in der Kupferstadt möglich. Als erster Anbieter informiert Vodafone: „In Stolberg funkt das neue Maschinennetz“. In 86 Prozent des Stadtgebietes ist es nutzbar.

Vodafone hat dazu eigens seine Sendemasten nachgerüstet mit der speziellen Funktechnik für das Maschinennetz. Das sogenannte Narowband loT ist hochsicher, speziell optimiert und nutzt besonders tiefe Frequenzen, sagt Vodafone-Sprecher Tobias Krzossa. Damit kommt der spezielle Mobilfunk sogar dorthin, wo das Handy heute gerne noch streikt: durch dicke Betonwände oder tief in den Keller.

Also dorthin, wo beispielsweise Strom- und Wasserzähler stehen. Denn das Maschinennetz — Vodafone nennt es „Internet der Dinge“ — ermöglicht eine Fernabfrage der Verbräuche ohne das ein Techniker oder Nutzer die Daten separat erfassen müssten. Das „Internet der Dinge“ ist derzeit ein Angebot, das vor allem Unternehmen interessieren könnte.

Laut Krzossa sind weltweit mehr als 74 Millionen Geräte so per Mobilfunk verbunden. Kostengünstig sei die direkte Kommunikation der Maschinen auch aufgrund des um bis zu zehn Mal geringeren Stromverbrauchs. Vodafone sieht Stolberg auf dem Weg zur „Smart City“.

Die Anwendungsbereich sind vielfältig: Angefangen vom Ablesen der Strom-, Gas- und Wasserzähler (was die regionalen Versorger noch nicht bei Privatkunden praktizieren) über eine intelligenten Müllabfuhr, bei der Tonnen entsprechend des Füllstandes geleert oder Routen optimiert werden, bis zur Logistik von Unternehmen oder der Suche nach freien Parkplätzen stehen die Möglichkeiten erst am Anfang der Realisierung.

(-jül-)
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