Interessengemeinschaft Büsbach: Wegweiser für Senioren und Angehörige

Interessengemeinschaft Büsbach : Wegweiser für Senioren und Angehörige

Manchmal sieht man den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht. Was zum Beispiel im Alter passieren kann, wenn Fragestellungen und Probleme ebenso breit gefächert sind wie die Vielzahl von Angeboten aus Unterstützung, Beratung, Pflege und Hilfe. Dann können die neuen Seniorenlotsen der Interessengemeinschaft Büsbach ins Spiel kommen, die bald ihre ehrenamtliche Arbeit aufnehmen.

Ende Juni stellen die Seniorenlotsen sich bei einer Vortragsveranstaltung im Büsbacher Bürgerhaus vor (siehe Infokasten), und ab Juli bieten sie monatliche Sprechstunden im Marienheim an. „Wobei wir betonen möchten, dass wir ausschließlich als Lotsen agieren, also Senioren und deren Angehörigen die Wege zu den passenden professionellen Angeboten aufzeigen“, erklärt Erwin Tings.

Er gehört zu den acht Ehrenamtlern, die zunächst noch einmal „die Schulbank gedrückt haben“, um zu Seniorenlotsen zu werden. „Bei der Ausbildung durch die Pflegeberatung der Städteregion Aachen haben wir 26 Unterrichtsstunden zu verschiedenen Themenschwerpunkten absolviert“, beschreibt Georg Blatzheim, Vorsitzender der IG Büsbach und selbst ausgebildeter Seniorenlotse. Die Fortbildung sei seitens der städteregionalen Pflegeberatung nicht nur sehr kompetent gewesen, sondern auch ortsnah, was für die Büsbacher Ehrenamtler angenehm gewesen sei, sagt Blatzheim.

So haben die zweieinhalbstündigen Unterrichtseinheiten zum Beispiel im Bürgerhaus Büsbach, im Seniorenzentrum Marienheim, in der Tages- und Kurzzeittagespflege Haus Lucia und im AWO-Seniorenzentrum Süssendell stattgefunden. Die Themen der Schulung waren dabei sehr vielfältig, so dass die Seniorenlotsen der IG Büsbach jetzt echte Profi-Wegweiser sind.

Dementsprechend umfassend sind Anlaufstellen beziehungsweise Ansprechpartner, Dienstleistungen und Beratungsstellen, auf die die Seniorenlotsen hinweisen können. Sie können allgemeine Grundauskünfte zu Hilfeleistungen geben und auch Entlastungsangebote wie Kurse und Schulungen aufzeigen.

Die Seniorenlotsen sind zudem in der Lage, in konkreten Fällen wichtige Hinweise zu geben – etwa auf Pflegeberatung, Wohnberatung, Pflegestützpunkte, Sozialämter und Seniorenberatungsstellen.

Einen Überblick haben die Seniorenlotsen auch hinsichtlich der Anbieter von Pflegedienstleistungen wie ambulante Pflegedienste, niedrigschwellige Betreuungsangebote, haushaltsnahe Dienstleistungen, Hausnotrufanbieter, betreutes Wohnen, ambulante Hospizdienste und mehr. Bei dieser Wegweiser-Tätigkeit steht die Pflegeberatung der Städteregion den Seniorenlotsen jederzeit beratend zur Seite.

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