Stolberg: In Stolberg feiern zahlreiche Katholiken an Fronleichnam mit Prozessionen

Stolberg : In Stolberg feiern zahlreiche Katholiken an Fronleichnam mit Prozessionen

Die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie in den Zeichen von Brot und Wein feierten am Donnerstag in Stolberg zahlreiche Katholiken mit Prozessionen. Das Fronleichnamsfest ist ein Hochfest im Kirchenjahr.

Dabei steht der Donnerstag als Festtermin für Fronleichnam in enger Verbindung zur Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus beim letzten Abendmahl am Gründonnerstag. Wegen des stillen Charakters der Karwoche erlaubt der Gründonnerstag aber keine prunkvolle Entfaltung der Festlichkeit. Aus diesem Grund wurde das Fest Fronleichnam bei seiner Einführung auf den ersten Donnerstag nach der Oktav des Pfingstfestes gelegt.

Erstmals gemeinsam von Mausbach nach Vicht zogen sechs Pfarrgemeinden aus dem Süden und Osten Stolbergs, begleitet von den Klängen der Euphonia (oben). In Büsbach waren Segensaltäre und viele Haustüren mit Blumen, Statuen und Kerzen. Foto: Bouamoud

Alleine in Stolberg demonstrierten die Katholiken mit fünf Prozessionen durch die Ortschaften ihren Glauben, während im Bethlehem Gesundheitszentrum ein Festgottesdienst in der Kapelle zelebriert wurde.

Erstmals gemeinsam von Mausbach nach Vicht zogen sechs Pfarrgemeinden aus dem Süden und Osten Stolbergs, begleitet von den Klängen der Euphonia (oben). In Büsbach waren Segensaltäre und viele Haustüren mit Blumen, Statuen und Kerzen geschmückt. Foto: Lange

Erstmals in diesem Jahr folgten gläubige Katholiken aus den Pfarrgemeinden Mausbach, Gressenich, Schevenhütte, Werth, Vicht, und Zweifall gemeinsam der Monstranz mit dem Allerheiligsten, das Father Sylvanus und Pastor Norbert Bolz begleiteten. Vorangegangen war eine heiligen Messe in der Mausbacher Kirche St. Markus. Für musikalische Unterstützung auf der Prozession nach Vicht sorgte die Euphonia Mausbach mit ihren Klängen, während Litaneien und Rosenkranzgebete angestimmt wurden. An den Segensaltären am Fleuther Kreuz und am Johannes-Nepomuk-Bildstock trugen die Kommunionskinder Texte aus dem Evangelium vor. Daraufhin wurde das Tantum ergo angestimmt und der Altar gesegnet. Zu einem anschließenden Schlusssegen in der Vichter Kirche und Imbiss im Pfarrheim lud die Vichter Pfarrei ein.

Erstmals gemeinsam von Mausbach nach Vicht zogen sechs Pfarrgemeinden aus dem Süden und Osten Stolbergs, begleitet von den Klängen der Euphonia (oben). In Büsbach waren Segensaltäre und viele Haustüren mit Blumen, Statuen und Kerzen geschmückt. Foto: Lange

Statuen gesäumte Straßen

Erstmals gemeinsam von Mausbach nach Vicht zogen sechs Pfarrgemeinden aus dem Süden und Osten Stolbergs, begleitet von den Klängen der Euphonia (oben). In Büsbach waren Segensaltäre und viele Haustüren mit Blumen, Statuen und Kerzen geschmückt. Foto: Flink

In Büsbach folgten zahlreiche Katholiken der Prozession im Anschluss an die Messe in St. Hubertus. Unter dem von den Hubertusschützen getragenen Baldachin begleiteten der Büsbacher Pastor Jürgen Urth und Pfarrvikar Jürgen Saß aus Neuss das Allerheiligste in der Monstranz über mit Fahnen, Kerzen und Statuen gesäumte Straßen zu den festlich geschmückten Segensaltären am Zippchen und auf dem Büsbacher Markt.

In der Großpfarre St. Lucia zog nach der Messe in St. Josef eine große Prozession katholischer Gläubiger mit Pastor Hans-Rolf Funken gemeinsam mit den Priestern Bernhard Blatzheim und Don José Rosadohinter dem Allerheiligsten über die geschmückten Straßen des Donnerbergs mit Zwischenstation vor dem Segensaltar am Siedlerkreuz.

Die Gemeinden St. Mariä Empfängnis und St. Barbara feierten mit Pastor Ulrich Lühring in Breinig ihr Fronleichnamsfest, wo die Prozession ab den Segensaltären am Seniorenzentrum und an der Kita St. Barbara Station machte, um das Allerheiligste anzubeten. In Venwegen zog nach dem Gottesdienst im Haus Maria im Venn eine Prozession durch den Park mit sakramentalem Schlusssegen.

Im Anschluss an alle Prozessionen trafen sich die Gläubigen noch zu einem gemütlichen Beisammensein mit Getränken und Speisen in Pfarrheimen.

Das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich in der Basilika St. Martin gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Zu Zeiten der Gegenreformation wurde Fronleichnam zu einer machtvollen Demonstration des katholischen Glaubens durch das Konzil von Trient erhoben. Die Bezeichnung Fronleichnam wird von dem mittelhochdeutschen „vrône lîcham“ für „des Herren Leib“ abgeleitet.

(ani/-jül-)
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