Stolberg: In der Realschule I wird Richtfest gefeiert

Stolberg: In der Realschule I wird Richtfest gefeiert

Die Rechnung des Bürgermeisters fiel dann doch etwas zu einfach aus: „Im Januar haben wir den Grundstein gelegt, und im Juni feiern wir Richtfest. Dann können wir ja davon ausgehen, dass der Neubau Ende des Jahres fertiggestellt sein wird”, kombinierte Ferdi Gatzweiler.

Damit war er in seiner freudigen Erwartung zwar etwas zu schnell, doch so ganz daneben lag er auch wieder nicht mit seiner Einschätzung, auf halber Strecke zum ersehnten Ziel zu sein. „Im Frühjahr 2010 wird es soweit sein”, erklärte Klaus Kaesler, und an diesen Worten muss sich der verantwortliche Architekt fortan messen lassen. Schließlich fiel diese Aussage unter vielen Zeugen.

Sie hatten sich am Freitagmittag in der Realschule I zum Richtfest eingefunden und konnten sich davon überzeugen, dass das 3,4 Millionen Euro teure Großprojekt unübersehbare Fortschritte macht.

Es wurde gesungen und gedichtet zu diesem Anlass, und die gute Stimmung, die sich rund um den beeindruckenden Rohbau breitmachte, war keinesfalls aufgesetzt. Auch den Schülern war deutlich anzumerken, dass sie sich freuen auf die Modernisierung und Erweiterung ihrer Schule. „Gute Leistungen sind nur möglich, wenn das entsprechende Umgeld vorhanden ist”, betonte Ferdi Gatzweiler. Und die Briefe vieler Schüler und Eltern, aus denen Schulleiter Ferdinand Küpper-Jacobs auszugsweise zitierte, ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass nach dem Ansatz des Bürgermeisters die Leistungen ab dem kommenden Frühjahr (noch) besser sein werden.

Es werden nicht nur die Klassenräume sein, von denen sich Schüler wie auch Lehrer inspirieren lassen sollen. „Hier entsteht ein Forum, ein Marktplatz der Schule”, schwärmte vielmehr Küpper-Jacobs, der keinen Zweifel daran ließ, dass die sich durch den Baustellenbetrieb ergebenden Belastungen im Rückblick als „Segen” erweisen werden.

„Wir haben die Option auf die Zukunft einer Schule, die anders wird”, frohlockte der Schulleiter und bezog sich rein bautechnisch auch auf den Altbau: „Wir sind als Schulgemeinde Rat und Verwaltung außerordentlich dankbar, dass sie den Altbestand nicht außer Acht lassen und unter anderem mit den Mitteln des Konjunkturprogramms II den Großteil der Flächen der Unterrichtsräume im Hag nicht zu einer Bad School degradieren und stattdessen investieren.”

Investiert hatten wiederum die Schüler einiges in das Programm zum Richtfest. Die Trommlergruppe sorgte für die lautstarke Einstimmung, die Himmelstürmer der Schülervertretung ließen Luftballons mit Wünschen für die neue Schule in den Himmel steigen, und der Schulchor gab gleich zwei Mal das eigens komponierte Richtfestlied zum Besten. Dazu hatten Eltern türkische Spezialitäten zubereitet.

So wurde es ein überaus gelungenes und auch langes Richtfest, das gleich doppelte Vorfreude aufkommen ließ - auf die Fertigstellung und auf die Feier zur Einweihung.