Menschen in Stolberg: „Immenser Bedarf“ an Wohnraum ist vorhanden

Menschen in Stolberg: „Immenser Bedarf“ an Wohnraum ist vorhanden

Wie hoch ist der Bedarf an Wohnraum in Stolberg? Wo wird dieser besonders dringend benötigt? Und welche Rolle spielt das Thema bezahlbarer Wohnraum? Diese Fragen beschäftigen auch die Menschen in Stolberg.

Schließlich sei Wohnen ein sehr emotionales Thema, sind sich Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger und Sozialamtsleiter Paul Schäfermeier sicher. Bald schon könnten diese Fragen in der Kupferstadt beantwortet werden — und zwar im Handlungskonzept Wohnen. Einen weiteren Schritt in diese Richtung wurde nun gemacht. Im Bau- und Vergabeausschuss wurde ein Institut mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Konzepts beauftragt. Dieses soll voraussichtlich im ersten Quartal 2019 fertig sein.

Projektgruppe

Bereits im März dieses Jahres erhielt die Stolberger Verwaltung vom Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit (ASG) den Auftrag, ein Institut mit der Ausarbeitung zu beauftragen und eine Projektgruppe „Wohnen“ zu gründen. Diese besteht nicht nur aus Vertretern der Verwaltung, sondern auch aus Fachleuten aus der Wohnungswirtschaft — darunter Investoren, der Mieterschutzbund, Vertreter von Seiten der Vermieter und auch Immobilien-Abteilungen von verschiedenen Banken.

Von einem Handlungskonzept Wohnen verspreche man sich „konkrete Planungsgrundlagen“, aus denen dann Maßnahmen abgeleitet werden können, so Voigtsberger. Dass es einen „immensen Bedarf“ gebe, spüre man bereits. Genauso wichtig sei allerdings, dass man wisse, in welchen Ortsteilen dieser vorhanden sei. Dabei gehe es allerdings nicht nur um das Thema bezahlbarer Wohnraum. Viel mehr soll das Konzept mehrere Zielgruppen und auch mehrere Preissegmente beinhalten.

Zügig an den Start

Nachdem die Vergabe nun entschieden sei, wolle man zügig an den Start gehen. Heißt: In einem nächsten Schritt soll Kontakt mit dem Institut aufgenommen werden. Auch einen Termin in Stolberg soll es geben. Und natürlich soll auch die Projektgruppe noch einmal zusammenkommen, um über die weiteren Schritte zu sprechen.

Enthalten soll das Konzept eine Analyse der momentanen Situation in Stolberg sowie Ziele und Strategien. Gemeinsam mit der Politik wolle man dann Prioritäten setzen — auch auf lange Sicht gesehen. Schließlich soll das Konzept für einen langfristigen Zeitraum entwickelt werden, so Robert Voigtsberger.

Er und Paul Schäfermeier sind sich sicher, dass man nun einen weiteren wichtigen Schritt gemacht habe. „Schließlich ist es eine zentrale Aufgabe, die wir in den nächsten Jahren, wenn nicht gar in den nächsten Jahrzehnten behandeln müssen“, sagt der Sozialdezernent.

(se)
Mehr von Aachener Zeitung