Infoabend: Imkerverein Stolberg präsentiert Hobby mit Bienen

Infoabend : Imkerverein Stolberg präsentiert Hobby mit Bienen

Einer nimmt es mit Humor: „Wenn wir alle imkern – gibt es dann überhaupt noch genug Blumen für die Bienen?“ Denn der Andrang im Sälchen des Hotels „Zur Post“ an der katholischen Kirche von Zweifall ist riesig – zumindest für den verhältnismäßig kleinen Raum. Mario Kittel, der Vorsitzende des Imkervereins Stolberg, hatte Neueinsteiger zu einem Infoabend eingeladen.

Und wenn sich der Zustrom in Interesse an der Schulung umsetzen lässt, dann werden demnächst in der Kupferstadt und den zugehörigen Dörfern wie Zweifall die Honigschleudern rotieren wie schon lange nicht mehr.Ein Anfang ist gemacht, bevor es dann ab dem 13. April an die konkrete Wissensvermittlung geht. Der Querschnitt der Interessenten lässt jedenfalls hoffen: Alte sind dabei und auch viele Jüngere.

Denn „Urban Beekeeping“, das Halten von Bienen in der Stadt, liegt schwer im Trend, nicht nur, aber besonders auch bei umweltbewussten Menschen. Die ländliche Variante, das „Rural Beekeeping“, wird nun auch von diesem Aufwind erfasst, der durch aktuelle Debatten und Berichte rund um das Volksbegehren in Bayern noch weiter angefacht wurde.

Bevor die Männer und Frauen Mario Kittel und seinen Mitstreitern mit Fragen zu Leibe rücken können, gibt es erst mal manches offene Wort: „Sie sollten bedenken, dass Sie alle neun Tage bei den Bienen sein müssen“, ruft der Vereinsvorsitzende seinen Zuhörern in Erinnerung und weist sie damit darauf hin, dass sie ihren Lebensrhythmus als Imker zumindest ein Stück weit ihren  Nutztieren anpassen müssen.

Praktische Tipps zur Imkerei

Für das Zusammensein im Verein wirbt dessen Chef außerdem – mit einem durchschlagenden Argument, dem Altersmix: „Wir haben hier Frischlinge und Leute mit 60 Jahren Erfahrung.“ Es bleibt praxisnah: So um die 350 Euro sollte für Ausrüstung und ein Bienenvolk ausgeben können, wer mit der Imkerei anfängt. Damit die Menschen im Saal  wissen, was sie später mal in die Hand nehmen können, hält Mario Kittel ein paar Gegenstände in die Höhe: einen Smoker zum Beispiel, mit dem auch die Nichtraucher unter den Bienenhaltern ihre Lieblinge mit Tabakdampf im Zaum halten können, einen Holzrahmen mit Waben und einen speziellen Meißel für die Arbeit am Stock.

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