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Eschweiler/Stolberg: IG Metall stellt sich hinter Wirtz

Eschweiler/Stolberg : IG Metall stellt sich hinter Wirtz

Rückendeckung in Zeiten, in denen den Arbeitnehmern der Wind kräftig ins Gesicht bläst: Als solche wertete der alte und neue 1. Bevollmächtigte der hiesigen IG Metall, Helmut Wirtz, das eindeutige Votum für ihn.

Bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung würdigten die Wahlberechtigten Wirtz’ Arbeit in den vergangenen 48 Monaten. Etwas weniger überragend, aber ebenfalls deutlich war das Ergebnis für den 2. Bevollmächtigten: Auf Ralf Radmacher entfielen 53 von 63 möglichen Ja-Stimmen.

Geschlossenheit nötig

Dass die IG Metall in den kommenden Wochen die auf dem Stimmzettel demonstrierte Geschlossenheit brauchen wird, daran ließ Helmut Wirtz in seiner Rede keine Zweifel. Fast 1000 Arbeitsplätze, darauf weist auch der 222 Seiten umfassende Geschäftsbericht hin, sind in den Jahren 2000 bis 2003 im Bereich Eschweiler/Stolberg verloren gegangen.

„Und das, was auf uns zukommt, sieht nicht viel besser aus”, malte Wirtz ein pessimistisch geprägtes Bild des gerade erst begonnenen Jahres.

Schwacher Trost

Da galt es als ein nur schwacher Trost, dass die örtliche IG Metall trotz erheblicher Arbeitsplatz-Verluste ihren Mitgliederbestand nahezu konstant halten konnte und damit einmal mehr in Nordrhein-Westfalen auf Platz 2 und im gesamten Bundesgebiet unter den erfolgreichsten fünf Verwaltungsstellen rangiert.

Die Gelegenheit für ein Lob nutzte aus diesem Anlass Peter Gasse. „Ihr seit hervorragend aufgestellt”, freute sich der „Überraschungsgast”, der als Bezirksleiter und Verhandlungsführer NRW die sich anbahnende tarifliche Auseinandersetzung in vorderster Reihe erlebt.

40-Stunden-Woche

„Die Arbeitgeber wollen einen Abschluss, der die Schutzfunktion der Gewerkschaft auflöst, und das werden wir nicht zulassen”, kündigte Gasse an. Eine 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich und die Verlagerung der Entscheidungsbefugnisse über mögliche Ausnahmeregelungen in die Betriebe werde es mit der IG Metall in keinem Fall geben.

Um dieser Position Nachdruck zu verleihen, sollen ab kommenden Dienstag Warnstreiks begonnen werden. Eschweiler und Stolberg, so ist derzeitiger Stand der Dinge, werden davon jedoch zunächst nicht betroffen sein.