Stolberg: I-Dötzchen dank Warnweste im Straßenverkehr besser sichtbar

Stolberg: I-Dötzchen dank Warnweste im Straßenverkehr besser sichtbar

Viel Trubel herrscht an diesem Morgen in der Turnhalle der Katholischen Grundschule (KGS) Bischofstraße: Die neuen i-Dötzchen werden von ihren älteren Mitschülern mit einem Spalier und Gesang in die Halle begleitet, wo Konrektorin Elisabeth Liffmann sie begrüßt.

„Wisst ihr schon, was man machen kann, damit man im Verkehr ganz sicher ist?“, fragt sie die Schulanfänger. Dass sie in 78 ratlose Gesichter blickt, ist nicht weiter schlimm, denn das ist das Stichwort für die Verkehrswacht. Diese hat mit der Sparkasse Aachen als Sponsor in den Kommunen der Städteregion Aachen circa 2900 und zusätzlich in der Stadt Aachen circa 2000 Kindersicherheitsüberwürfe verteilt.

Stellvertretend für alle Kommunen findet nun die offizielle Übergabe durch die Verkehrswacht in der Turnhalle der KGS Bischofstraße statt. Dort schließt sich Vereinsvorsitzender Michael Schulz seinen Vorrednern, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Polizeipräsident Dirk Weinspach, an und erklärt, wie wichtig das Tragen der neongelben Westen für die jungen Erstklässler sei.

„Seit über 50 Jahren setzen wir uns für die Erhöhung der Verkehrssicherheit ein. Früher haben wir leuchtend gelbe Mützen verteilt, da diese aber nur wenig getragen wurden, haben wir uns für Sicherheitswesten entschieden“, erzählt Schulz.

Und auch für die Eltern gibt es ein kleines Präsent: Zahlreiche Informationsflyer klären auf, wie wichtig es ist, dass Eltern zusammen mit ihren Kindern und Lehrkräften sowie Verkehrssicherheitsberatern der Polizei den Schulweg und das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer werden ebenfalls durch die Verkehrswacht sensibilisiert, und zwar anhand von „Brems dich“-Bannern.

„Toi, toi, toi — in den letzten Jahren gab es keine ernsthaften Verkehrsunfälle mit Kindern auf dem Schulweg“, freut sich Schulz. Der Appell an die Eltern laute jedoch weiterhin, ihre Kinder nicht mit dem Auto bis vor das Schultor oder gar auf den Hof zu fahren, denn so entfalle das wichtige Üben des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr.

Stattdessen sollen die Kinder ihren Schulweg zu Fuß antreten: „Erfahrungsgemäß finden die Kinder das auch besser, da sie unterwegs oft auf Schulfreunde treffen“, so Schulz. Wenn die Schule fußläufig nicht gut zu erreichen sei, sollten Eltern sogenannte Elternhaltestellen nutzen, welche sich einige Meter von der Zufahrt zum Schulhof entfernt befinden.

Dass das Verteilen der Kindersicherheitsüberwürfe gut ankommt, bestätigen auch die Eltern der i-Dötzchen an der KGS Bischofstraße: „Unsere Tochter hätte sowieso eine Warnweste bekommen, da sie zu Fuß zur Schule gehen wird“, erzählt Birgit Schu. Da sei es nur praktisch, dass die Verkehrswacht jedes Jahr die neongelben Westen zur Verfügung stelle.

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