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Stolberg-Münsterbusch: „Hot Nitro Show”: Das Risiko fährt immer mit

Stolberg-Münsterbusch : „Hot Nitro Show”: Das Risiko fährt immer mit

Unheimlich sieht das aus, als sich die Konturen von Alois Lagrin auf seinem Motorrad in der Feuerwand abzeichnet. Für Sekunden ist der Stuntman Teil der Flammenhölle, und die Zuschauer atmen erleichtert auf, als Alois Lagrin unbeschadet mit dem Bike zum Stehen kommt und der Menge lachend zuwinkt.

Immerhin kann leicht etwas schief gehen, wenn man mit Benzin überschüttet durch ein ebenfalls mit explosiven Brennstoff durchtränktes Hindernis donnert.

Rund 90 Zuschauer lockte die „Hot Nitro Stuntmanshow” am Sonntag auf dem Toom-Parkplatz an. „Hot”, also heiß, war die Show im wahrsten Sinne des Wortes.

Immer wieder preschen die Stuntmen mit dem Auto beziehungsweise dem Krad durch ein Flammenmeer. Chef der „Hot Nitro Stuntmanshow” ist Dominik Lagrin senior. Während sein Bruder den wohlverdienten Applaus genießt, löscht er das brennende Holzgerüst, durch welches Alois gerade gebrettert ist.

„Bei uns müssen alle mithelfen, wir sind ein Familienbetrieb”, erklärt der Chefstuntman im Vorbeigehen, während er seinem Sohn, Dominik junior, Anweisungen für die nächste Nummer erteilt. Dominik junior ist mit seinen 13 Jahren ein vollwertiges Mitglied der Truppe. Zwei Monate lang musste der Junge zwangspausieren.

Bei einem Stunt auf dem Motorrad hatte er zuwenig Geschwindigkeit drauf - „das war der Fehler, darum bin ich gestürzt”, sagt der Junge selbstkritisch. An diesem Sonntag in Stolberg tritt er das erste Mal nach seinem Sturz auf. Er ist sichtlich froh darüber, endlich wieder Gas geben zu dürfen.

Zum Aufwärmen zeigt Dominik junior Sprünge auf seiner Motorcross-Maschine. Er schießt mit dem Krad die Rampe hinauf, winkt im hohen Sprung den Zuschauern zu. Dann wird die Schlagzahl erhöht: Der junge Kradfahrer springt durch einen brennenden Reifen. Auch bei dieser Nummer geht alles glatt, Vater und Onkel, die im Wechsel auftreten, sind zufrieden.

„Eigentlich gehört zur Show ein Sprung mit dem Krad über vier Autos hinweg. Aber hier auf dem Platz in Stolberg ist nicht genug Platz, um Anlauf zu nehmen, darum kann ich den Sprung nicht machen.”