Stolberg: Hoffen auf „Medizin aus 1001 Nacht”

Stolberg: Hoffen auf „Medizin aus 1001 Nacht”

Es sind diesmal zahlreiche weiß- und rotblühende Begonien sowie ein organge Blüten zierendes Wandelröschen in der Mitte, mit denen die Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes den klassizistisch anmutenden Blumenbeeten auf dem Kaiserplatz eine schmuckes Aussehen verliehen haben- rechtzeitig zum Kulturevent „Stolberg goes France” am kommenden Wochenende.

Während zu Füßen der großen Kastanien alles gerichtet ist, soll auch den stattlichen Bäumen eine Kur zu neuer Vitalität verhelfen und ihr Überleben wahren. Einstimmig sprach sich der Umweltausschuss aus für den medizinischen Feldversuch mit einem international zugelassenen, biologischen Medikament, das bereits erfolgreich an Obstbäumen „Pseudomonas syringae pv. aesculi”, eine bakterielle Rindenerkrankung als Erreger des „Pseudomonas-Schleimflusses”, bekämpft hat.

Erfolg noch nicht nachgewiesen

Allerdings ist der Erfolg des aus Indien stammenden Mittels „Bacterimycin” an Kastanien noch nicht nachgewiesen, was der Krefelder Baumsachverständigen Dr. Jürgen Kutscheidt an den Bäumen auf dem Kaiserplatz nun nachholen möchte. Der Wirkstoff wird auf den zuvor gewässerten Wurzelbereich der Kastanien gegossen; gegebenenfalls ist eine Nachbehandlung nach sechs Wochen erforderlich.

Für die Stadt ist die Probebehandlung kostenlos. Heinrich Willms (Grüne) hoffte schon einmal, „vielleicht haben wir ein tolles Medikament aus 1001 Nacht”.

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