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Stolberg: Hitziger Streit über eisigen Sportplatz

Stolberg : Hitziger Streit über eisigen Sportplatz

Eisig wars am Wochenende auf den Fußballplätzen, frostig ist auch die Atmosphäre zwischen dem Stolberger SV und dem SV Breinig.

Und das, obwohl sich die Gemüter in beiden Klubs am Montag mächtig erhitzten. Auslöser war die Absage der Kreisliga-A-Begegnung zwischen der Breiniger Zweitvertretung und dem Sportverein. Dessen Trainer Peter Stoffel wirft den Gastgebern Wettbewerbsverzerrung vor: "Mit dem nötigen Willen hätte man spielen können."

Sein Zorn richtet sich vor allem gegen den SV-Vorsitzenden Dieter Jollet. "Er hat dem Schiedsrichter gesagt, dass er haftbar gemacht würde, wenn sich ein Spieler verletzt. Daraufhin hat der Unparteiische entschieden, die beiden Mannschaften wieder nach Hause zu schicken."

Für Stoffel ein Unding, denn: "Das bisschen Eis hätte man problemlos mit einer Harke entfernen können. Aber dem SV Breinig war es wohl lieber, am Dienstag zu spielen. Dann fehlen uns einige Schichtarbeiter, und der SV kann mehr Leute aus der ersten Mannschaft einsetzen."

Empört ob solcher Vorwürfe reagierte auf Anfrage Klub-Chef Jollet: "Ich habe niemanden beeinflusst, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass der Schiedsrichter die Gesundheit der Spieler berücksichtigen sollte."

Einen Vorteil durch einen Nachholtermin während der Woche sieht Jollet für den SV nicht. "Da werden die selben Leute spielen, die auch am Sonntag aufgelaufen wären." Auch Breinigs Trainer Ralf Dreze stärkt seinem Vorsitzenden den Rücken: "Der Platz war hart gefroren und sehr uneben. Ich glaube nicht, dass es einer technisch starken Mannschaft wie dem Stolberger SV entgegen kommt, unter solchen Bedingungen zu spielen."

Dass die Bedingungen auf dem benachbarten Rasenplatz am Sonntagvormittag besser waren, streitet Dieter Jollet ab. "Auch der war hart gefroren und hätte Schaden genommen. Nachmittags sah die Sache wegen der Sonneneinstrahlung anders aus. So erklärt sich auch, dass die erste Mannschaft gespielt hat."

Ob es am Dienstagabend tatsächlich im zweiten Anlauf zum sportlichen Vergleich der beiden Rivalen kommt, scheint angesichts der weiterhin winterlichen Witterung eher unwahrscheinlich. Möglicher Ausweichtermin wäre im Falle einer erneuten Absage der 21. Dezember - ein Sonntag.