Hitzewelle in Stolberg

Das gab’s noch nie : Hitzefrei in Bank und Geschäften

Das gab’s noch nie; zumindest kann sich niemand daran erinnern. Weder an Temperaturen knapp unter 40 Grad Celsius, noch an hitzefreie Zeiten in Stolberger Banken und Geschäften.

Die VR-Bank ist hier ein Vorreiter in Sachen Mitarbeiterschutz. Wegen der Hitzewelle bleiben dort am Donnerstag und Freitag fast alle Geschäftsstellen – in Stolberg jede – ab 12.45 Uhr geschlossen. Ausgenommen sind die Dienststellen Hoengen, Eschweiler und Würselen. Nur dort gibt es Klimaanlagen. Und in einer besonderen Abteilung an der Rathausstraße: „Dort residiert unser Kundenservice-Team, das wie gewohnt erreichbar bleibt“, erklärt VR-Bank-Sprecher Hans-Josef Kaulen, „ebenso wie Selbstbedienungsbereiche und Online-Filiale. Haben Berater nachmittags Kundentermine vereinbart, können sie die in einer der klimatisierten Filialen abhalten. Eine qualifizierte Beratung erfordere eine qualifizierte Umgebung, so die Genossenschaftsbank mit Blick auf ihre Kunden wie auch ihre Mitarbeiter, die nachmittags nach Hause geschickt werden.

Anders bei der Sparkasse. Sie hält an ihren Öffnungszeiten fest, in deren Rahmen Mitarbeiter aber flexibel pausieren dürfen, wie Sprecher Erich Timmermanns erklärt. Vergleichbares gilt für die Stadtverwaltung. „Der Dienstbetrieb muss zwar aufrecht erhalten werden, aber die Ämter können entscheiden, wer nach Hause gehen kann“, so der amtierende Verwaltungschef Tobias Röhm.

Auch in Stolberger Geschäften wird Rücksicht auf Mitarbeiter genommen – auch weil man keine zahlreiche Kundschaft erwartet. Beispielsweise schloss in Büsbach die Bäckerei Tempelmann am Donnerstag um 13 Uhr, Nobis um 16 Uhr. Und wer mit der Bahn fahren wollte, musste sich zumindest auf Verspätungen einrichten: Zugausfälle, Signal und Weichenstörungen wirkten sich bei Regionalexpress und Euregiobahn aus.