Stolberg/Neuwied: Hiob-Trilogie von Janet Brooks Gerloffs jetzt in Neuwied

Stolberg/Neuwied: Hiob-Trilogie von Janet Brooks Gerloffs jetzt in Neuwied

Dass sich Kunst und Krankenhäuser nicht widersprechen müssen, zeigt das Marienhaus Klinikum Bendorf-Neuwied-Waldbreitbach. Die Klinik hat die Hiob-Trilogie aus dem Nachlass der Künstlerin Janet Brooks Gerloff erworben.

„Wir sind froh, dass wir die Hiob-Trilogie für unser Haus erwerben konnten“, sagte die Krankenhausoberin Therese Schneider. „Gerade die Hiob-Geschichte ist Menschen in Krisenzeiten — zu denen Krankenhausaufenthalte ja häufig gehören — im Erleben sehr nah. Wir beobachten immer wieder Patienten und Besucher, die sich offensichtlich in ihrer persönlichen Situation von diesen Bildern sehr angesprochen fühlen und sie intensiv betrachten.“

Bewusst habe sich das Krankenhaus entschlossen, die Bilder nicht in einem Raum der Stille zu platzieren, sondern sie gut wahrnehmbar im Foyer der Klinik aufzuhängen. So wolle man sicherstellen, dass möglichst viele Menschen den Werken begegnen. „Das ist die Wirkung, die Kunst im Krankenhaus erzeugen kann: sie öffnet hier und da eine Tür für bisher vielleicht Unfassbares und Unaussprechbares und kann so eine heilsame Wirkung entfalten“, betont Schneider.

Die dominierende Thematik im Werk der amerikanischen Künstlerin Gerloff, die im September 2008 in Kornelimünster starb, ist der Mensch in Zwiespalt und Umbruch. Reduzierte, gedeckte Farben kennzeichnen ihre Arbeiten. Unter anderem war es ihr Bestreben, mit ihrem Werk Ereignisse und Gestalten der Bibel lebendig werden zu lassen — als Urbild menschlichen Erlebens und Verhaltens. Sie gilt als bedeutende zeitgenössische Künstlerin, weltweite Ausstellungen und Auszeichnungen ehrten ihr Schaffen schon zu Lebenszeiten.

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