Stolberg: Hermannschule: Stadt plädiert für Schulhofsanierung

Stolberg: Hermannschule: Stadt plädiert für Schulhofsanierung

„Die Grundschule Hermannstraße ist um einen Bauzaun reicher.” Renate Krickel kann sich in diesen Ferientagen eine gewisse Ironie nicht verkneifen, wenn sie über das verwaiste und damit noch trostlosere Gelände ihrer Schule blickt. Mit den Reckstangen musste aus Sicherheitsgründen jetzt auch noch das letzte Spielgerät auf dem Hof abgesperrt werden.

Dass angesichts solcher Zustände dringender Handlungsbedarf bestehe, hatte die Schulleiterin bereits vor einigen Wochen angemahnt.

Die Stadt schließt sich nun offiziell dieser Meinung an und will möglichst rasch die Voraussetzungen für eine Sanierung und Umgestaltung des Außengeländes schaffen.

„Wir sind uns innerhalb der Verwaltung einig, dass der Schulhof erneuert werden muss”, erklärte Josef Braun auf Anfrage unserer Zeitung. Zahlen gibt es vorerst noch nicht, allerdings kann der Fachbereichsleiter schon davon berichten, dass 40.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II für die Maßnahme bereitgestellt werden sollen.

Zur Finanzierung beitragen könnte auch ein so genanntes Mikroprojekt im Rahmen der „Sozialen Stadt Velau/Mühle”, um das sich der Stadtteilmanager Wolfgang Joußen in Absprache mit der Stadt bemüht.

Auch aus planerischer Sicht hat die Stadt eine erste wichtige Entscheidung, die die Sanierung des Schulhofes erst ermöglicht, getroffen: Der Pachtvertrag, der für einen Teil des hinter der Hermannschule gelegenen Waldstückes galt, ist zum 31. Dezember gekündigt worden.

Damit kann die Grünfläche, die einst als Ausgleich zum Bau der Europastraße angelegt worden war, zukünftig für schulische Zwecke genutzt werden.

Mehr von Aachener Zeitung