Stolberg Open Werbung für die Kupferstadt: Herbert Pfeil über Neuerungen, Herausforderungen und Konstanten

Stolberg Open Werbung für die Kupferstadt : Herbert Pfeil über Neuerungen, Herausforderungen und Konstanten

An diesem Sonntag um 23.59 Uhr endet der Nennungsschluss für die Stolberg Open. Bereits zum sechsten Mal richtet der Tennisclub Blau-Weiß Stolberg auf seiner Anlage am Hammerberg dieses Leistungsklassenturnier aus.

Unser Redakteur Jürgen Lange sprach mit Herbert Pfeil, dem stellvertretenden Vorsitzenden des 1932 gegründeten Clubs, über Neuerungen, Herausforderungen und Konstanten der Stolberg Open, die vom 10. bis 24 August ein sportliches Highlight in der Kupferstadt zum Ende der Sommerferien ist.

Am vergangenen Wochenende endete in der Nachbarstadt die 1. Blausteinsee Open des Eschweiler TC, am nächsten Wochenende startet die 6. Stolberg Open. Ist eine Konkurrenz für das Stolberger Turnier geboren?

Herbert Pfeil: Das würde ich nicht sagen, sondern der Blausteinsee-Cup ist eine Bereicherung für die Tennisszene in unserer Region. Mit der Eschweiler Open, die die ESG Anfang Juli ausrichtete, und unserer Stolberg Open bietet sie nun drei Leistungsklassenturniere.

Warum sind die drei Turniere keine Konkurrenz füreinander?

Pfeil: Es sind drei sehr schöne Turniere, die direkt vor unser aller Haustüre liegen. Das hat viele Vorteile für die Teilnehmer und interessierten Zuschauer. Die Wege sind für uns Aktive kürzer geworden, denn die meisten Leistungsklassenturniere werden im Kölner Raum ausgetragen. Dorthin ist man dann viel unterwegs, vor allem, wenn man erfolgreich spielt.

Also befruchten sich die drei Turniere gegenseitig?

Pfeil: Das kann man so sagen. Eine ganze Reihe Stolberger Tennisspieler sind bei den beiden Veranstaltungen in Eschweiler an den Start gegangen, und viele Spieler aus der Nachbarstadt haben sich für die Stolberg Open angemeldet.

Dann kennt man sich ja bereits untereinander.

Pfeil: Es ist einerseits immer wieder schön, sich mit bekannten Gegnern zu messen. Und andererseits trifft man auf Bekannte, gegen die man noch nicht gespielt hat. Konkurrenz gibt es immer nur sportlich auf dem Court. Außerhalb wird gemeinsam ein Bier getrunken und gefachsimpelt. Die Atmosphäre ist immer sehr schön.

Sie wird auch immer als ein wichtiges Merkmal der Stolberg Open herausgestellt.

Pfeil: Das stimmt. Wir legen auch großen Wert auf Atmosphäre und Gastfreundschaft. Wir pflegen unsere Veranstaltung als familienfreundliches Turnier – sowohl für die große Tennisfamilie als auch für die Besucher allen Alters, die gesellige Stunden auf dem Hammerberg verbringen wollen und dabei ebenso guten wie spannenden Sport erleben möchten.

Wie schaffen sie es denn als Veranstalter, einen solchen Rahmen zu gestalten?

Pfeil: Für die Aktiven beispielsweise mit dem Starterpaket, dass jeder Teilnehmer erhält. Es umfasst ein hochwertiges Badetuch und viele kleine nützliche Dinge für Tennisspieler. Darüber hinaus stehen für die Aktiven stets kostenfrei Obst, Müsliriegel und Getränke während der Wettbewerbe zur Verfügung. Jeder Teilnehmer hat die Chance, mindestens zwei Spiele zu absolvieren, und keiner geht mit leeren Händen nach Hause.

Und was bieten sie den Zaungästen?

Pfeil: Für Zuschauer bietet unsere Anlage geradezu ideale Verhältnisse, da sie sich harmonisch in den Hang des Hammerbergs einfügt. Man hat von den Sitzplätzen aus automatisch immer einen guten Überblick über die Hauptspielfelder, und von der überdachten Terrasse unseres Clubheims hat man einen herrlichen Überblick über das Turniergeschehen. Für Besucher wie Aktive bieten wir zudem ein vielfältiges kulinarisches Angebot und eben eine Willkommenskultur im wahrsten Sinne dieses Wortes.

Wie viele Plätze sind erforderlich, um das Turnier über zwei Wochen auszurichten?

Pfeil: Wir spielen auf vier Aschenplätzen unmittelbar am Cluheim. Zudem stehen – falls erforderlich – zwei weitere Courts für den Turnierablauf zur Verfügung, die etwas ruhiger liegen.

In welchem Zustand befinden sich die Plätze?

Pfeil: In einem hervorragenden. Die vier Hauptplätze sind in diesem Jahr von Grund auf nach den aktuellsten Erkenntnissen neu angelegt worden. Wir sind schon seit Wochen dabei, die Veranstaltung vorzubereiten und die Anlage zu präparieren. Für Donnerstag ist noch einmal ein Arbeitstag angesetzt, um dem Hammerberg den letzten Feinschliff zu verpassen.

Bei der 5. Stolberg Open haben Sie mit 164 Spielerinnen und Spielern, die insgesamt 212 Matches austrugen, ein Rekordergebnis erzielt. Wie sieht es mit der bisherigen Resonanz aus?

Pfeil: Bisher ist die Resonanz sehr positiv. Wir liegen bereits deutlich über 100 Anmeldungen und sind zuversichtlich, die 150 Teilnehmer zu erreichen. Erfahrungsgemäß kommen immer noch eine Reihe von Anmeldungen zum Nennungsschluss. Man darf aber nicht glauben, dass man jedes Jahr neue Rekorde aufstellen kann. Die Resonanz in unserem Sport auf ein Turnier ist auch immer sehr abhängig von den individuellen Planungen beispielsweise für den Sommerurlaub und dem Wetter.

Das Wetter ist in Ihrem Sport immer ein Wagnis.

Pfeil: Wir hoffen natürlich auf gutes Tenniswetter. Wenn es aber einmal nicht mitspielen sollte, Spiele gar abgebrochen werden müssten, versuchen wir möglichst flexibel zu sein und den individuellen Wünschen der Spielpaarungen gerecht zu werden. Wir blicken optimistisch auf die beiden Turnierwochen und haben auch dank unserer Anlage die Möglichkeit, beweglich reagieren zu können. Auch das gehört zur Atmosphäre unseres Turniers.

Zurück zu den Spielern. Welche Wettbewerbe werden in diesem Jahr angeboten und wie sieht die Resonanz auf?

Pfeil: Angeboten werden folgende Konkurrenzen in den Altersklassen: Herren, Herren 30, Herren 40, Herren 50, Herren 60 und Herren 65 sowie Damen, Damen 40 und Damen 50. Bei den Herren ist die Resonanz ausgesprochen gut. Bei den Damen könnte sie allerdings größer ausfallen.

Woran liegt es denn, dass die Damen zurückhaltender sind?

Pfeil: Wenn wir das nur wüssten. Einerseits ist die Nachfrage nach Leistungsangeboten bei den Damen groß, andererseits könnten die Anmeldezahlen höher sein. Wir haben noch nicht herausfinden können, woran das liegt. Vielleicht haben sie einen Tipp?

Leider Nein. Bieten sie den Damen zu wenig?

Pfeil: Für sie gelten die gleichen Voraussetzungen in ihren Klassen wie für die Herren. Starterpaket, Versorgung, mindestens zwei Spiele und wie in allen Kategorien wird das Startergeld im Anschluss bezogen auf das Starterfeld wieder als Prämie für die Platzierten ausgeschüttet. Zudem gibt es Sachpreise.

Das hört sich nach einem immensen Aufwand an, solch ein TurnieraAngebot realisieren zu können.

Pfeil: Der Aufwand ist in der Tat riesig. Vorstand und engagierte Mitglieder sind weit im Vorfeld gefordert, sich einzubringen, um diese Veranstaltung überhaupt auf die Beine stellen zu können. Unsere attraktiven Rahmenbedingungen können wir nur deshalb leisten, weil wir von vielen Sponsoren unterstützt werden, die dem Turnier auch treu bleiben. Dafür muss man auch einmal Danke sagen. Ohne die vielfältige Unterstützung unserer Sponsoren gäbe es die Stolberg Open so sicherlich nicht. Dass wir sie in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal ausrichten dürfen, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

Wird es denn in diesem Jahr Veränderungen geben?

Pfeil: Keine grundsätzlichen. Das eingeschlagene Konzept lebt, das Engagement ist groß, die Resonanz bestätigt uns. Gleichwohl ziehen wir in jedem Jahr eine kritische Bilanz und überlegen, wo und wie wir immer besser werden können. Wir sind sehr bemüht, auch an kleinen oder größeren Details zu arbeiten, damit die Stolberg Open ihrem Anspruch stets gerecht wird.

Ihre Clubanlage liegt am Rande eines Naturschutzgebietes mit Blick auf die Burg und die Altstadt. Aber die Anzahl der Parkplätze für eine Großveranstaltung ist in dieser Lage doch sicherlich beschränkt.

Pfeil: Das ist richtig, aber wir haben auch für dieses Detail eine Lösung gefunden, für die wir uns bei der Evangelischen Kirchengemeinde bedanken müssen. Wir dürfen die Parkplatzanlage der Finkenbergkirche, die nur wenige Schritte unterhalb der Clubanlage liegt, während unseres Turniers nutzen. Die Parkplätze werden ausgeschildert sein. Wir freuen uns auf viele Besucher, die attraktives Tennis erleben oder auch einfach nur angenehme Stunden in netter Atmosphäre verbringen wollen. Und ja, wir können nur jedem Besucher einen Bummel durch unsere malerische Altstadt ans Herz legen. Denn mit unserer Stolberg Open werben wir nicht nur für den Tennissport und unseren Club, sondern sie soll auch immer eine Werbung für unsere schöne Kupferstadt sein.