Stolberg-Donnerberg: Heizungsanlage defekt: Wer sich nicht bewegt, der friert

Stolberg-Donnerberg: Heizungsanlage defekt: Wer sich nicht bewegt, der friert

Es ist merklich kühl in der Turnhalle an der Höhenstraße. Wer sich nicht bewegt, der friert. Das merkt auch Bert Kloubert deutlich. Nicht ohne Grund steht der Übungsleiter gut eingepackt in einer warmen Fleece-Jacke in der Sporthalle.

Und vielleicht geben sich die Ganztagskinder der Grundschule Donnerberg beim Fußball am Montagnachmittag deshalb noch ein bisschen mehr Mühe als sonst.

Turnen fällt aus

Seit gut vier Wochen, sagt Bert Kloubert, zugleich Vorsitzender des Stadtsportverbandes, ist die Heizungsanlage ausgefallen. Und das macht sich in der Turnhalle deutlich bemerkbar: Da ist es im Inneren kaum wärmer als draußen vor der Tür. Die Senioren-Gymnastikgruppe fällt deswegen bereits seit geraumer Zeit aus.

Auch der Schulsport, sagt Bert Kloubert, hat seit vier Wochen nicht mehr stattgefunden. Seit Montag hat die Stadt nun einen Heizlüfter zur Verfügung gestellt. Der soll die Sportstätte und die Sportler - vor allem die Grundschulkinder - erwärmen. Doch reicht das Gerät bei weitem nicht aus. Bert Kloubert hat beim Anblick der Maschine noch eine andere Sorge: „Das Gerät läuft über Starkstrom. Stellen Sie sich mal vor, wenn eins der Kinder darein fasst. Das ist gefährlich”, sagt Kloubert.

Zudem bezahlen ja auch die Eltern beziehungsweise die Sportvereine für die Nutzung der Halle. „Wenn dann mitten im Winter die Heizungsanlage über einen längeren Zeitraum nicht läuft, könnte man doch über eine teilweise Einhaltung der Gebühr nachdenken, ähnlich einer Mietminderung”, sagt der 58-Jährige.

Entwarnung gibt indes die Stadt: Die Heizung sei erst vor zwei Wochen ausgefallen. Und heute soll die Anlage wieder repariert sein, sagt Petra Jansen, Referentin des Bürgermeister. Dann dauere es weitere zwei Tage bis der Wärmespender wieder komplett hochgefahren sei.

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