Rund zweieinhalb Jahre Umbauzeit: Heim des guten Samaritan kehrt zurück in die Samaritanerstraße

Rund zweieinhalb Jahre Umbauzeit : Heim des guten Samaritan kehrt zurück in die Samaritanerstraße

Es wird ausgepackt, gepinselt und geschraubt: Viele fleißige Handwerker arbeiten derzeit auf Hochtouren im Heim des Guten Samaritan. Schließlich ziehen die Bewohner der Einrichtung nach rund zweieinhalb Jahren Umbauarbeiten wieder zurück in die Samaritanerstraße.

Am kommenden Dienstag, 19. März, geht’s mit dem Umzug von Venwegen in die Innenstadt los – bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun, doch die meisten Aufgaben wurden bereits erledigt.

Schon vor dem Eintritt in das Gebäude wird deutlich, dass eine ganze Menge passiert ist. Die Fassade strahlt in Weiß und Terracotta. Im Inneren befindet sich die Anmeldung im Erdgeschoss auf der linken Seite. Früher habe sich diese hinter einem kleinen Fensterchen befunden. „So wie auf dem Postamt“, sagt Dirk Renerken und lacht. Der Geschäftsführer hat an diesem Nachmittag Bewohner und Angehörige zu einem ersten Rundgang durch die neuen alten Räume eingeladen und das Ergebnis kommt an. Besonders die helle und freundliche Atmosphäre wird gelobt.

Diese macht sich bereits im Eingangsbereich bemerkbar. Schräg gegenüber der Anmeldung befindet sich eine kleine Sitzecke mit einem Kamin. Der spendet zwar kein echtes Feuer, soll allerdings dafür sorgen, dass die Bewohner und ihre Angehörigen sich wohl fühlen. Dazu trägt auch eine kleine Küche bei, die sich im hinteren Teil befindet.

Gemütlich: Neben dem Aufzug befindet sich eine Sitzecke, in der die Bewohner verweilen können. Foto: ZVA/Sonja Essers

Einen besonderen Platz wird es im Foyer auch für die Samaritanerfigur geben. Diese soll im Erdgeschoss „in Szene“ gesetzt werden, erklärt Renerken. Ein weiteres Highlight im Eingangsbereich: die Kapelle. Diese befinde sich im „Zentrum des Geschehens“ und kann durch eine mobile Wand entsprechend vergrößert werden. Schließlich seien die Gottesdienste am Samstag immer gut besucht worden.

Sitzplätze für 35 Bewohner sind darin vorhanden. Und auch der alte Altarstein wird wieder an seinen gewohnten Platz rücken. Komplettiert wird die Kapelle von den alten Kirchenfenstern. In der Zeit des Umbaus wurden diese im Glasmalereimuseum in Linnich zwischengelagert und aufgearbeitet. Mittlerweile wurden sie eingesetzt und warten nur darauf, den Raum in ein bläuliches, gedecktes Licht zu tauchen.

Weiter geht’s im ersten Obergeschoss. Neben dem Aufzug befindet sich erneut eine kleine Sitzecke, in der die Bewohner verweilen können. Rechterhand – im ehemaligen Neubau – befindet sich ein Wohnbereich für die Menschen, die besonders pflegebedürftig sind. In diesem können elf Bewohner untergebracht werden.

Offene Küche: Dort können die Bewohner gemeinsam das Mittagessen einnehmen. Foto: ZVA/Sonja Essers

Ihre Zimmer sind ein wenig größer, da in diesen auch mit Pflegehilfsmitteln gearbeitet werden muss. Zudem gibt es eine offene Küche und eine Art Gemeinschaftsraum, der ebenfalls mit einem kleinen Kamin ausgestattet ist. Allerdings soll dieser Wohnbereich nicht von der großen Station, die sich im linken Teil des Gebäudes – also im ehemaligen Altbau – befindet, abgekoppelt werden.

Balkone sind auf beiden Seiten des Hauses vorhanden. Die Zimmer sind hell und freundlich, die angrenzenden Bäder ebenerdig und großzügig aufgeteilt. Zudem verfügt jedes Zimmer über einen Kabelfernsehanschluss. Auf der Station gibt es eine offene Küche, die von den Bewohnern – beispielsweise für das gemeinsame Backen – genutzt werden kann. Die große Küche befindet sich übrigens im Keller des Gebäudes. Dort, wo einst lediglich Fels war, wurde ein großer Versorgungsraum geschaffen, in dem das Essen für die Einrichtung zubereitet wird. Der Umzug startet am Dienstag. Die Einweihung soll im Sommer stattfinden.

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