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Stolberg: Hartes Training und ein ehrgeiziges Ziel

Stolberg : Hartes Training und ein ehrgeiziges Ziel

Es macht Freude, den jungen Frauen der Jazz- und Modern Dance-Formation „Construction” zuzuschauen. Zu beobachten, wie sie selbstvergessen tanzen und umherwirbeln. Anmutig ist ihr Tanz in dem einen Moment, kraftvoll im nächsten. Ihr Tanz wirkt so leichtfüßig, dabei steckt harte Arbeit hinter jeder noch so kleinen Bewegung.

Harte Arbeit, die belohnt wird: „Wir haben bei Turnieren vier Mal hintereinander den ersten Platz belegt. Damit ist uns der Aufstieg in die Verbandsliga sicher”, freut sich Trainerin Tanja Kubanek. Die Chance, noch eine Klasse höher zu kommen, stehen gut: „Wir haben uns für die Relegation qualifiziert: Wenn wir unter die ersten Fünf kommen, überspringen wir eine Klasse und sind direkt in der Oberliga”, erklärt die 38-Jährige.

Vor zwei Jahren sah es für Construction - die Gruppe gehört zur Stolberger Turngemeinde - weniger gut aus: Damals stieg sie von der Verbands- in die Landesliga und damit in die niedrigste Klasse ab.

Aber die Zeiten haben sich wieder zugunsten der Formation geändert. Wohl auch, weil sich die Stolberger Gruppe für ihre Choreographie die Musik von Tori Amos ausgesucht und damit offensichtlich die für sie passende Musik gefunden hat.

In ihrer Tanzperformance sind viele akrobatische Elemente enthalten, die mitunter eine enorme Sprungkraft verlangen. Für die Bewertung ist es wichtig, dass alles spielerisch wirkt. „Bei der Bewertung spielen viele Faktoren eine Rolle. Es wird unter anderem auf Harmonie, Technik und Ausdruck geachtet”, fasst Kubanek zusammen. „Auch von der Optik kann sich kein Preisrichter freimachen, das äußere Erscheinungsbild fließt im Unterbewusstsein mit in die Bewertung ein.” Deswegen sei es auch nicht günstig, wenn Mädchen, die etwas fülliger sind, im knappen Minis starten. „Ideal ist, wenn die Mädchen schlank sind. Ein bisschen fülliger geht auch, aber dick ist weniger günstig”, gibt die Trainerin unumwunden zu.

Kubaneks Mädchen sind alle schlank. Die Jüngste ist 15 Jahre, die Älteste 27 Jahre. Die Mehrzahl der Tänzerinnen kommt vom Turnen, „denen ist der Spagat nicht fremd. Das ist wegen der akrobatischen Elemente natürlich sehr vorteilhaft.” Ilona Schimmel ist eine der Tänzerinnen: „Wir verstehen uns alle super in der Gruppe, es macht einfach Spaß. Außerdem ist für mich der Sport Ausgleich zum Beruf.”

Es wird weiter trainiert. Denn die Mädchen haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen in die Oberliga.