Stolberg: Handball: Ungewohnt viele Fehler in Weiden gemacht

Stolberg : Handball: Ungewohnt viele Fehler in Weiden gemacht

Recht achtbar zog sich der Handball-Landesligist Stolberger SV gegen die zwei Klassen höher spielenden Gastgeber, den Oberligisten von Westwacht Weiden, im Viertelfinale des Kreispokal-Wettbewerbs der Herren aus der Affäre. Wobei besonders die ersten 20 Minuten der Partie bis zum 8:8 durchaus offen geführt wurden. Am Ende siegte Weiden allerdings standesgemäß mit 30:22 Toren.

Dabei setzte die Westwacht vor allem auf ihre körperlichen Vorteile in 1:1-Aktionen, und der SSV agierte gewohnt flüssig und variantenreich im Positionsspiel. „Beiden Teams hat man die lange Pause angemerkt. Wir haben vor allem im Umschaltspiel ungewohnt viele Fehler gemacht und Bälle verschenkt. Das passierte uns in der Saison bislang in diesem Umfang nicht“, schildert SSV-Trainer Bernd Schellenbach das erste Spieldrittel.

Danach machten sich die größere Robustheit, individuelle Fähigkeiten und der breitere Kader des Gastgebers bemerkbar, die sich dann verdient auf fünf Tore zur Pause absetzen konnten, und dabei vor allem durch ihre Abwehrarbeit selbst zu leichten Toren kamen. „Für meine Jungs war das in Sachen Intensität und Tempo schon eine andere Herausforderung, die uns für die weitere Entwicklung gut tun wird. Sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff mussten wir viel mehr investieren als im Ligabetrieb, um erfolgreich zu sein. So war die Belastungsgrenze meines kleinen und körperlich schwächeren Kaders schneller erreicht, als in der Meisterschaft“, so Schellenbach.

In der 2. Halbzeit war es dann eine für beide Seiten eher unaufgeregte und faire Partie, die der Gastgeber bei konzentrierter Spielweise auch noch höher hätte gewinnen können, und der SSV auch kräftebedingt einen Gang zurückschaltete.

„Die ersten 20 Minuten waren schon ganz ordentlich. Wir haben laufintensiv und taktisch stark im Raum und am Mann verteidigt und im Angriff richtig schnell und diszipliniert viele Chancen herausgespielt, die wir leider nicht alle genutzt haben. Danach zeigte sich das, was wir eh schon wissen, nämlich dass wir körperlich und bezüglich der Kaderstärke noch nachlegen müssen, um gegen einen solchen Gegner zukünftig noch besser auszusehen“, fasst Schellenbach zusammen.

Insgesamt war man mit dem Jahresauftakt unter Wettbewerbsbedingungen allgemein durchaus zufrieden und hat so etwas Praxis vor dem nächsten Saisonspiel ohne Verletzungen sammeln können. Leider musste Pascal Schröder bei den Gastgebern nach einer unglücklichen Landung nach einer normalen Abwehraktion der Gäste mit starken Rückenschmerzen ausgewechselt werden. Der SSV wünscht Pascal an dieser Stelle eine hoffentlich schnelle Genesung.

Mehr von Aachener Zeitung