Stolberg: Handball: Ein Sieg würde vorzeitig Klassenerhalt sichern

Stolberg: Handball: Ein Sieg würde vorzeitig Klassenerhalt sichern

In der Handball-Landesliga der Herren gewann das 1. Herrenteam des Stolberger SV seine Begegnung daheim gegen SR Aachen II souverän mit 44:25. Der SSV ging ohne Alex Struth in die Partie, während bei SR Aachen Frerichs und Akintunde vermisst wurden.

Aus einer 6:0-Abwehr kamen die Gastgeber zu Ballgewinnen und verstanden es auch vorne sich schnell in gute Wurfpositionen zu bringen. Leider hatte man bis zur 16. Minute bereits drei Siebenmeter und vier Gegenstöße nicht verwandeln können und SR so beim 9:6 im Spiel gehalten.

Beim 11:9 stellte der Gastgeber seine Abwehr auf eine offensive 4:2-Verteidigung um und setzte sich bis zur Pause verdient auf 20:12 ab. Zu Beginn der 2. Halbzeit schien der SSV gedanklich noch in der Kabine zu sein und erlaubte den engagierten Gästen zu viele leichte Tore bis zum 26:21. „Das hat mir zu diesem Zeitpunkt nicht gefallen. Die Abwehr war zu langsam, und die Gier war etwas eingeschlafen, so dass wir ab dann noch offensiver verteidigt haben“, schildert Trainer Bernd Schellenbach diesen Spielabschnitt.

In den letzten 18 Minuten wurde SR dann praktisch überrollt (18:4), denn der Gastgeber überzeugte nun durch Entschlossenheit, Tempo und Genauigkeit. „SR war mit unserer Geschwindigkeit, den Angriffsvarianten und dem Druck unserer Abwehr einfach überfordert, und konnte nicht mehr dagegen halten“, so Schellenbach. So spricht auch die elektronische Spielauswertung eine eindeutige Sprache. Während der Gastgeber 74 Torabschlüsse hatte, brachte es SR auf 43.

„Wir müssen weiter an unserer Effektivität arbeiten und werden uns nun auf die nächste schwierige Herausforderung bei Westwacht Weiden 2 vorbereiten. Alles andere interessiert uns nicht! Wir sind zwar einen Schritt weiter, aber mehr auch nicht“, kommentiert Schellenbach die Einstellung des ganzen Teams.

Am Wochenende heißt es mal wieder „Derbyzeit“, wenn der SSV am 19. März bereits um 17.30 Uhr in der Parkstraße antreten muss. Die Westwacht will sich anständig aus der Liga verabschieden und konnte zuletzt auch Übach-Palenberg zu Hause schlagen. Für das junge Stolberger-Team wird dies also alles andere als ein Selbstläufer, und die Jungs hoffen auf eine große Fan-Unterstützung, denn theoretisch könnte man mit einem Sieg bereits den Klassenerhalt realisieren.

Die zweite Herren-Mannschaft der Stolberger Herren fuhr ebenfalls einen Punkterfolg gegen Schwarz-Rot Aachen ein. Gegen die Vierte von SR gewann der SSV in der 1. Kreisklasse mit 33:28. Der glanzlose Sieg sicherte den Klassenerhalt. Generell sind Begegnungen gegen Schwarz-Rot zum Saisonende hin immer schwer kalkulierbar, alldieweil die Schwarz-Roten beneidenswerter Weise über einen unendlichen Pool von routinierten, starken Spielern verfügen.

Seitdem die Kupferstädter über die volle Einsatzmöglichkeit der A Jugendlichen verfügen, haben Sie jedoch kein Spiel mehr verloren. So ging auch dieses Spiel um Spielgestalter Stefan Schumacher positiv aus, obwohl sich manch einer etwas mehr Tempo und Dramatik gewünscht hätte.

Sei es wie es ist, die Stolberger sind nun Tabellenvierter - trauern ein wenig der Hinrunde mit unnötigen Spielverlusten hinterher - aber mit sechs Punkten Abstand vor den Abstiegsplätzen bei zwei verbleibenden Spielen gesichert. Für die Schwarz-Roten wird es vermutlich sehr eng werden.

Die erste Damenmannschaft aus Stolberg musste eine 15:19-Niederlage einstecken. Das Spiel des Tabellendritten der Verbandsliga Mittelrhein (Stolberger SV) gegen den Tabellenzweiten (TSV Bonn rrh. II) versprach schon alleine aufgrund der sehr knappen Hinspielpartie spannend zu werden. In den ersten Spielminuten fielen recht wenige Tore in der Sporthalle am Glashütter Weiher.

Beide Mannschaften tasteten sich vorsichtig heran bis die Gäste aus Bonn gegen Mitte der ersten Halbzeit mit 2:6 in Führung gingen. Im Anschluss legten die Gastgeberinnen eine beachtliche Serie mit schönen Angriffen hin und erkämpften sich zur Halbzeit ohne weitere Gegentreffer eine 9:6-Führung in der eigenen Halle.

Mit der Schlussphase der ersten Hälfte war Trainer Erik Schartmann denn auch durchaus zufrieden und lobte in der Kabine einmal mehr die gute, offensive Deckungsarbeit der Spielerinnen. Neun Tore im Angriff seien ausbaufähig. Für die zweite Halbzeit nahm sich das Team vor, weiterhin kompakt in der Deckung zu agieren. Im Angriff sollten mehr Torchancen erarbeitet und diese dann auch genutzt werden.

Leider kam alles etwas anders als erhofft, und man erzielte im Angriff noch weniger Tore als in der ersten Hälfte, wobei dies auf eine geschickte Umstellung der gegnerischen Deckung zurück zu führen war. Die Stolberger Abwehr stand unglücklicher Weise auch nicht mehr so sicher wie zu Beginn, so dass die Kombination der Umstände letztlich zu einer verdienten 15:19-Niederlage führte.

Am kommenden Wochenende steht für die Stolbergerinnen eine weitere Reise ins Bergische auf dem Programm. Sie spielen in Strombach und die Gastgeberinnen stehen nur zwei Punkte unterhalb der Stolbergerinnen in der Tabelle, so dass beide Mannschaften zwei Punkte gut gebrauchen können, um den Abstiegsplätzen fern zu bleiben.

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